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Ein Mädelswochenende in den Côtes-d’Armor

von Melle Bon Plan
Veröffentlicht: Aktualisiert:

An einem schönen Juliwochenende bin ich mit meiner Freundin Christel vom Blog Happy City aufgebrochen, um 3 entspannte Tage voller Entdeckungen in den Côtes d’Armor, genauer im Sud Goëlo zwischen Binic und Saint-Quay-Portrieux, Mädelsurlaub zu machen. Trotz all meiner Liebe zur Bretagne und meines keltisch angehauchten Vornamens, der mich förmlich dazu prädestiniert, eine ganz besondere Beziehung zu dieser Region Frankreichs zu haben, muss ich gestehen, dass ich die bretonische Halbinsel recht wenig kenne und tatsächlich noch nie in dieser Ecke war… Ja, ich weiß, das passiert auch den Besten…

Nur zur Info: Diese beiden bretonischen Städte gehören zum Gütesiegel Sensation Bretagne, einem Zusammenschluss von 21 Badeorten an der Nord- und Südküste der Bretagne. Ich möchte mich herzlich bei ihnen bedanken, dass sie mich eingeladen haben, diese wunderschönen Orte zu entdecken, und mir die Möglichkeit gegeben haben, dieses Land aus Felsen, Salz und Zitronencrepes noch ein bisschen näher kennenzulernen! Aber davon werde ich euch im zweiten Artikel zu diesem Thema ausführlicher berichten, und zwar mit meiner traditionellen Food Tour – diesmal auf bretonische Art. In diesem ersten Artikel stelle ich euch eine Auswahl an Aktivitäten in der Region sowie zwei Geheimtipps für Unterkünfte vor, ergänzt durch ein paar nützliche Tipps und Infos für die Erkundung dieser beiden Städte.

Frau sitzt auf Felsen am Meer mit einem Leuchtturm im Hintergrund, Côtes d'Armor.

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1. Etappe: Binic, Côtes d’Armor

Diese Stadt mit ihrer reichen maritimen Vergangenheit – insbesondere im Kabeljau-Großfang von Neufundland bis Island (das erinnerte mich an diese tolle Ausstellung zu dem Thema, die erst im Juni im Marinereguseum zu Ende ging) sowie als Muschelhafen in den 70er Jahren – ist heute einer der bedeutendsten Yachthäfen des Départements. Darüber hinaus hat der Ort einen unglaublich charmanten Charakter und bietet wunderschöne Strände für Sonnenanbeter.

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Eine Katamaranfahrt machen

Im Gegensatz zu dem sehr sportlichen Abenteuer, das ich auf einem kleinen Katamaran in La Baule erlebt hatte, ist eine Fahrt auf einem großen Katamaran (12 m) etwas völlig anderes. Hier ging es an Bord eines äußerst komfortablen Katamarans, mit dem wir den Vormittag über die Küste zwischen Binic und Saint-Quay-Portrieux erkundet haben. Natürlich kann man sich auch dafür entscheiden, den ganzen Tag auf dem Boot zu verbringen oder die Sunset-Cruise zu buchen, bei der Olivier einen Aperitif auf dem Katamaran anbietet.

Mein Lieblingsmoment: das Faulenzen auf dem Netz am Bug des Katamarans – pure Glückseligkeit und jede Menge Sonne und Vitamin D!

Nicht zu vergessen dieser unvergessliche Moment, in dem du so tust (oder fast so tust), als wärst du am Steuer des Katamarans, ganz im Kapitän-Stil… Das wirkt natürlich absolut nicht glaubwürdig, macht sich auf dem Foto aber ziemlich gut, wie ich finde.

Maestro Croisières

Reservierungstelefon 06 86 34 19 89

2-stündige Entdeckungstour, 40 € pro Person und 35 € ab einer Gruppe von 6 Personen

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Sich verwöhnen lassen im Schönheitssalon Maison Couleurs Café

Das ist die perfekte Adresse für eine Kuscheleinheit, zum Beispiel bei einer entspannenden Hammam-Sitzung (1 Sitzung 15 € für 1 bis 3 Personen) inklusive einer Portion Olivenseife, die vom Salon gestellt wird. Man kann sich auch für eine Express-Maniküre in Sommerfarben (10 €) mit der Institutsmarke Art Déco entscheiden oder ein Make-up für den Abend (25 €), wenn man sich für den Ausgehend schick machen möchte. Für die Behandlungen verwendet das Haus die tolle Marke Payot.

Spa und Friseursalon Maison Couleurs Café

4, place du marché 22520 Binic

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Spazieren auf dem GR 43, dem Zöllnerpfad

Dieser lange Küstenwanderweg verläuft über mehr als 1.800 km entlang der gesamten bretonischen Küste und schlängelt sich mitten in der Natur am Meer entlang. Man kann die Bretagne damit quasi einmal zu Fuß umrunden!

In der Umgebung kann man ihn von Binic nach Saint-Quay-Portrieux über Etables-sur-Mer begehen, was eine Gesamtstrecke von 10,3 km ergibt (man sollte etwa 3,5 Stunden Gehzeit einplanen). Natürlich kann man ihn auch etappenweise oder nur auf einem kurzen Teilstück ablaufen, ganz nach Lust und Laune und körperlicher Verfassung. Die Landschaft entlang des Weges ist schlicht magisch und bietet Ausblicke auf die Südküste des Goëlo mit ihren Stränden, Klippen, Landspitzen (darunter die Pointe de la Rognouse) und Buchten. Diese Wanderung und der Ausflug in die Natur sind ein absolutes Muss, wenn man in der Bretagne unterwegs ist, und da es sich zudem um eine völlig kostenlose Aktivität handelt, gibt es wirklich keinen Grund, darauf zu verzichten!

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2. Etappe: Saint-Quay-Portrieux, Côtes d’Armor

Dieser kleine Badeort an der Goëlo-Küste hat sich ebenso wie Binic seine bedeutende maritime Vergangenheit bewahrt, die auch hier eng mit dem Kabeljau-Großfang verbunden ist. Die Stadt hat sich vor allem unter der Ägide von Bürgermeister Alfred Delpierre zwischen 1919 und 1941 stark entwickelt, und letzterer hat der Stadt unter anderem eines ihrer Wahrzeichen hinterlassen: die hübschen weißen Zäune, die einen Großteil des Ortes säumen. Saint-Quay-Portrieux besitzt außerdem einige sehr schöne Strände und lädt zum entspannten Spazieren ein, selbst wenn man gar nicht baden möchte.

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Die Strände von Saint-Quay:

  • Der Strand Plage du Casino mit seinem Meerwasser-Schwimmbad (das zwischen dem Strand Plage du Casino und dem Strand Plage du Châtelet liegt).
  • Der Strand Plage du Châtelet
  • Der Strand Plage de Portrieux
  • Der Strand Plage de la Comtesse, über den man bei Ebbe zu Fuß zur Île de la Comtesse und ihren Ruinen gelangen kann. Ein kleiner Spaziergang, den ich euch unbedingt empfehle!

Der Sommer-Geheimtipp: das Festival mit kostenlosen Konzerten und Shows Place aux Artistes, das vom 26. Juni bis zum 21. August 2016 in der Stadt stattfindet.

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Eine Stadtführung auf den Spuren der Maler in Portrieux machen

Diese Führung führt uns durch die Gassen der Stadt, die kleinen, verwinkelten Straßen, in denen sich damals die Seemannshäuser befanden, sowie zur Entdeckung des alten Hafens, dem Portrieux. Dieser geführte Spaziergang, den wir mit Florence vom Fremdenverkehrsamt unternommen haben, lässt die Geschichte des Badeorts im 19. Jahrhundert durch die Augen von Künstlern und Impressionisten lebendig werden, die in Portrieux gemalt haben (darunter Eugène Boudin, Paul Signac und Berthe Morisot), und hilft dabei, die Stadt zu entdecken, wenn man – wie wir – noch nie zuvor in Saint-Quay war. Am Ende der Tour gibt es einen kurzen Abstecher in das Atelier des Malers Jacques Le Varrat und – mit etwas Glück – eine authentische Begegnung mit dem Künstler selbst.

Im Sommer jeden Freitag um 15:30 Uhr vor dem alten Rathaus / während der kurzen Schulferien donnerstags um 10:30 Uhr

Reservierung beim Fremdenverkehrsamt von Saint-Quay-Portrieux

Preis: 3,50 € für Erwachsene / 2,30 € für Kinder von 10 bis 15 Jahren / kostenlos für Kinder unter 10 Jahren

Dauer: ca. 1,5 Stunden

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Das Seekajakfahren ausprobieren

Dieser Aufenthalt in der Bretagne bot die Gelegenheit für eine Anfängereinführung ins Seekajakfahren mit dem Sportlehrer Killian. Unser kleiner Ausflug startete am Strand Plage de la Comtesse und führte uns bis zur Grève Noire (einem weiteren Strand an der Pointe de l’Isnain). Das Wetter war leider nicht auf unserer Seite und es war sehr grau mit einigen Regenschauern. Das sind natürlich keine idealen Bedingungen, um eine neue Aktivität zu entdecken, aber es war deutlich weniger schrecklich, als ich befürchtet hatte.

Konkret handelt es sich natürlich um eine körperliche Aktivität, die jedoch auch ohne große Fitness relativ gut machbar ist. Wenn der Trainer es versteht, einem Selbstvertrauen zu geben, hat man eine gute Zeit. Ich bin zwar kein absoluter Fan dieser Sportart, aber ich war stolz auf mich, dass ich es ausprobiert habe.

Das kleine Extra, das mir gefallen hat: eine ausführliche Theorieeinheit zu Beginn der Tour, um Ängste zu nehmen und die Handhabung des Kajaks und der Paddel genau zu erklären, ganz zu schweigen von der Geduld des Trainers (denn ich war nicht gerade sehr begabt…).

Kayak Avel Vor

Dauer der Einführungseinheit: 2,5 Stunden

Preis: 25 €, natürlich inklusive Kajakverleih

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Meine Unterkunfts-Geheimtipps in den Côtes d’Armor

Wie gewohnt stelle ich euch im Folgenden die Unterkünfte vor, die ich während dieses Aufenthalts in der Bretagne getestet habe.

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Les maisons de Victoire

Diese charmante Gîte bietet mehrere Ferienunterkünfte an, darunter zwei in Binic (Cap Mouton und Digue et Dentelle). Christel und ich waren in der Gîte Cap Mouton untergebracht (60 m² für 2 oder 3 Personen), was perfekt für einen Mädelsausflug ist. Es gibt zwar nur ein Schlafzimmer, aber für Schüchtere steht auch ein sehr bequemes Schlafsofa im Wohnzimmer bereit. Die Einrichtung ist super designorientiert, verströmt aber gleichzeitig ein echtes maritimes Flair, sodass man sich an diesem Ort sofort wie zu Hause fühlt. Die Gastgeberin hatte uns zwei Tütchen mit sehr leckeren hausgemachten Keksen vorbereitet!

Wir haben uns sofort in dieses schöne Apartment im 1. Stock eines großen Hauses (in dem sich übrigens auch die andere Ferienwohnung befindet) und seine richtig schöne, kleine und ruhige versteckte Terrasse im Hinterhof verliebt – ganz zu schweigen von der privaten Sauna, die ein wirklich tolles Extra ist.

Les maisons de Victoire

38 Rue Joffre, 22520 Binic

Preis: 85 € pro Nacht unter der Woche / Wochenend-Pauschalangebot 2 Nächte für 230 €

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Hôtel le Ker Moor in Saint-Quay-Portrieux

Dieses 4-Sterne-Hotel liegt auf den Klippen von Saint-Quay. Es bietet einen Panoramablick auf das Meer, die Buchten und die Inseln der bretonischen Küste der Armor.

Mein Kompfortzimmer mit kleiner eigener Terrasse:

Das kleine Extra: die hübsche Terrasse, um mit Blick auf das Meer zu frühstücken – am frühen Morgen ist das herrlich!

Hôtel le Ker Moor

rue du Président Le Sénécal 22410 St-Quay-Portrieux

Preis: Komfortzimmer (18 m2) mit kleiner privater Terrasse und Meerblick ab 
108 €

Deinen Aufenthalt buchen

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Praktische Informationen für die Anreise in die Bretagne

Um von Paris aus ohne Auto dorthin zu gelangen, befindet sich der nächste SNCF-Bahnhof in Saint-Brieuc (ca. 13 km von Binic entfernt), was einer Fahrtzeit von 2 Stunden und 50 Minuten mit dem direkten TGV entspricht. Weitere Informationsquellen für deinen Aufenthalt sind natürlich die beiden Fremdenverkehrsämter der Küstenorte Binic und Saint-Quay-Portrieux.

Fremdenverkehrsamt von Saint-Quay-Portrieux

17 bis rue Jeanne d'Arc 22410 St-Quay-Portrieux
Fremdenverkehrsamt von Binic

6 place Le Pomellec 22520 Binic

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Einsamer Leuchtturm im Meer, Blick von der Küste der Côtes-d'Armor.

Ich hoffe, dass ich dir mit all dem Lust gemacht habe, diese Ecke der Bretagne zu entdecken oder wiederzuentdecken, und wenn auch du deine Tipps für den Besuch dieser Region hast, teile sie gerne in den Kommentaren!

Schau unbedingt auch bei dem bretonischen Artikel von Happy City vorbei, meiner Wochenend-Begleiterin, dank der ich – wie du sicher bemerkt hast – ganz viele Fotos von mir im Artikel teilen konnte, die von ihr aufgenommen wurden, und das ist einfach toll!

Bildnachweise: Mademoiselle Bon Plan
Fotos nicht lizenzfrei, Genehmigung des Fotografen vor jeder Verwendung erforderlich

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