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Ausflug nach Lothringen: Die Meuse entdecken

von Melle Bon Plan
Veröffentlicht: Aktualisiert:

Die Meuse (Maas) ist eines der 10 Départements der neuen Region Grand Est. Ich muss gestehen, dass ich bisher selten in dieser Ecke Frankreichs unterwegs war, und war daher wie immer total begeistert davon, eine Gegend zu entdecken, die ich noch nicht so gut kenne.

Das Département ist nach dem gewundenen Fluss benannt, der sich von Süden nach Norden schlängelt und gewissermaßen seine Wirbelsäule bildet. Zur Info: Die Meuse ist einer der größten Ströme Europas, da sie über 950 km lang ist. Sie fließt durch Frankreich, aber auch durch Belgien und die Niederlande, um schließlich in die Nordsee zu münden.

Diese Ecke Frankreichs liegt im Herzen der ehemaligen Region Lothringen, die nach allem, was ich vor Ort sehen und verstehen konnte, eine sehr starke lokale Identität bewahrt hat. Die Meuse ist zudem ein ländliches und landwirtschaftlich geprägtes Département mit Feldern, so weit das Auge reicht, das sich ganz langgestreckt von Norden nach Süden erstreckt.

Schâteau de Monthairons in der Meuse mit einer Frau auf einer Bank im Herbst.
Panoramablick auf die Stadt Bar-le-Duc, Meuse, Lothringen, zentrale Kirche.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der überall in der Meuse spürbar ist: Das Département hat stark unter dem Ersten Weltkrieg gelitten, der auch als der Große Krieg bekannt ist – insbesondere durch die Schlacht um Verdun (von der ich weiter unten im Artikel erzähle). Man darf nicht vergessen, dass sich damals die gesamte Meuse an vorderster Front befand. Das macht sie zu einem märtyrerhaften und entstellten Département.

Zudem besitzt die Meuse heute das weltweit reichste Erbe zum Thema „Großer Krieg“ mit einem immensen historischen, archäologischen und gedanklichen Vermächtnis.

Wie ihr sehen werdet, ist es auch ein sehr genussvolles Département mit fantastischen, lokal hergestellten Produkten und sehr interessanten, oft traditionsreichen Handwerkskünsten. Ich denke da insbesondere an die Mirabelle, die wahrlich die Königin von Lothringen ist. Ihr werdet sie in fast allen Produkten des Départements wiederfinden, das ist wirklich beeindruckend! Sie ist unbestritten die emblematische Frucht Lothringens.

Was die Gastronomie angeht, blickt die Region zudem auf eine reiche industrielle Vergangenheit im Brauereiwesen Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Heute zählt die Meuse 6 Mikrobrauereien, ein Biermuseum sowie ein Ipoustéguy-Zentrum. Darüber hinaus produziert die Meuse in einer Region namens Côtes de Meuse auch Wein.

Unten findet ihr eine Karte mit unserer Besuchsroute durch das Département Meuse, falls ihr eventuell dieselbe Strecke wie wir zurücklegen möchtet.

Adressen
  • Bar-le-Duc — 55000 Bar-le-Duc, France
  • Gîte Côté Green — 36 Rue Basse, 55000 Combles-en-Barrois, France
  • La Boîte à Madeleines — ZAE La Louviere, 55200 Commercy, France
  • Maison des Truffes et de la Trufficulture — Rue du 1er Septembre 1944, 55200 Boncourt-sur-Meuse, France
  • Hôtel-Restaurant du Lac de Madine — 22 Rue Charles de Gaulle, 55210 Heudicourt-sous-les-Côtes, France
  • GAEC de l’Aumonière — 11 Rue Arnay le Duc, 55210 Vigneulles-lès-Hattonchâtel, France
  • Jardin de Lorraine — 32 Rue de la Mirabelle, 55210 Vigneulles-lès-Hattonchâtel, France
  • Chocolaterie Sereivan’s — 9 Place Jacques Bailleux, 55300 Saint-Mihiel, France
  • Château des Monthairons — 26 Rue de Verdun, 55320 Les Monthairons, France
  • Verdun — 55100 Verdun, France

Praktische Informationen

Anreise mit dem Auto: ca. 2,5 Stunden Fahrt von Paris.
Meuse Tourisme: 28 Rue des Romains, 55000 Bar-le-Duc


Schritt 1: Bar-le-Duc und das Barrois

Die erste Station unserer Reise zur Erkundung der Meuse führte uns in das hübsche Städtchen Bar-Le-Duc, das im Herzen der Champagner-Lothringens liegt. Es ist zugleich die Präfektur des Départements Meuse und die ehemalige Hauptstadt des Herzogtums Lothringen.

Die Stadt entwickelte sich Mitte des 10. Jahrhunderts, als Herzog Friedrich von den Ardennen eine Festung auf einem Felssporn erbauen ließ, der das Ornain-Tal überragt. Dieses Element brachte im 12. Jahrhundert das Viertel hervor, das als „Ville Haute“ (Oberstadt) bekannt ist. Heute bewahrt dieser Teil der Stadt zahlreiche Zeugnisse der Renaissance-Architektur. Ihr könnt dort die wunderschönen Bauten aus Savonnières-Stein bewundern, die sowohl beim traditionellen Bauen als auch bei den prachtvollen Renaissance-Residenzen von Bar-le-Duc verwendet wurden.

Historische Architektur in Bar-le-Duc, Meuse, mit geparkten Autos.

Die Stadt erlebte im 16. und 17. Jahrhundert einen bedeutenden Aufschwung, als ihre Einwohnerzahl dank einer Periode des Wohlstands und des Friedens von 3.000 auf 10.000 anstieg.

Bei eurem Spaziergang durch die Oberstadt empfehle ich euch besonders einen Besuch der Kirche Saint-Etienne, einem gotischen Bauwerk, das eine beeindruckende Skulptur beherbergt: den Transi oder das Skelett, ein Meisterwerk von Ligier Richier (einem großen lothringischen Künstler der Renaissance), das eine Leichnamdarstellung (écorché) zeigt.

Später entwickelte sich dann auch die Unterstadt rund um das Notre-Dame-Viertel und den Fluss Saulx.

Der Geheimtipp: Um euch bei der Entdeckung der Stadt zu leiten, könnt ihr den zwei Spazierwegen (von 1 oder 2 Stunden) folgen, die von der Stadt Bar-le-Duc mithilfe von Hinweistafeln in der Stadt angelegt wurden. Eine Karte mit diesen Routen ist zudem kostenlos im Tourismusbüro erhältlich.

Tourismusbüro Sud Meuse
7 Rue Jeanne d’Arc, 55000 Bar-le-Duc
Tel.: 03 29 79 11 13

Stadtführung mit Karine Péridon, Gästeführerin.
Kostenlose App „Bar-le-Duc, cité Renaissance“ für einen eigenständigen Spaziergang durch den historischen Teil der Stadt.

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Besuch der Maison Dutriez – À la Lorraine

In Lothringen ist die Johannisbeere eine absolute Institution! Die Maison Dutriez führt die jahrhundertealte Herstellungsmethode von mit der Gänsefeder entkernten Johannisbeerkonfitüre fort, und diese Technik hat sich seit dem frühen 14. Jahrhunderts nicht verändert. Der Spitzname dieses exklusiv in Bar-le-Duc hergestellten Produkts lautet übrigens „Kaviar von Bar“!

Ob rote oder weiße Johannisbeeren – sie werden von Hand mithilfe einer Gänsefeder entkernt (das ist sehr beeindruckend zu beobachten). Diese Technik besteht darin, die Kerne zu entfernen und dabei das Fruchtfleisch zu bewahren, das anschließend in heißen Zuckersirup gegeben wird. Es erfordert also viel Geschicklichkeit, diese Handbewegung perfekt und gleichzeitig schnell auszuführen.

Die Maison Dutriez existiert seit dem Jahr 1879 und wurde 1974 vom Familienunternehmen A La Lorraine übernommen. Heute könnt ihr im Laden ihre handwerklich und nach allen Regeln der Kunst hergestellten Produkte kaufen sowie an individuellen oder Gruppen-Führungen teilnehmen (nach Reservierung), um alle Geheimnisse der Herstellung des „Kaviar von Bar“ zu entdecken.

Preis Geschenkset mit 3 Gläsern Konfitüre (rote, weiße und roséfarbene) + 1 Kerze: 55 €

Chez Dutriez, Unternehmen À la Lorraine
32 Rue de l’Étoile, 55000 Bar-le-Duc

Geöffnet von Montag bis Freitag von 9:30 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 18:30 Uhr, samstags von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 17:00 Uhr.
Führungen (Film, Vorführung und Verkostung) nach Reservierung beim Tourismusbüro Meuse Grand Sud unter 03 29 79 11 13 (5 € / Pers., Dauer ca. 30 Minuten).
Kostenlose Parkplätze im Innenhof vorhanden.

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Wo in Bar-le-Duc zu Mittag essen? Restaurant Côté Cépages

Dieses Restaurant mit seiner herzhaften Küche ist gleichzeitig eine Weinhandlung (mit rund 500 Wein-, Champagner- und Spirituosenreferenzen), eine Weinbar und ein Feinkostgeschäft. Unser Mittagessen dort verlief sehr angenehm, allerdings hat mich das Dessert nicht wirklich überzeugt…

Ich fand es zudem schade, dass es während des Essens keinen lokalen Wein glasweise zu probieren gab (während die anderen glasweisen Weinoptionen zwischen 4,50 € und 7,90 € lagen).

Tartelette mit roten Früchten, Baiser und Orange aus dem Restaurant Côté Cépages.

Restaurant Côté Cépages
18 Rue Bar-la-Ville, 55000 Bar-le-Duc

Preise bei unserem Besuch: Menü ab 14 € / Menü Côté Cépages für 34 €.
Auf der Schiefertafel: Vorspeise + Hauptspeise oder Hauptspeise + Dessert für 18 €, Vorspeise + Hauptspeise + Dessert für 22 €.

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Besuch des Musée Barrois

Dieses Museum ist im ehemaligen Schloss der Herzöge von Bar und Lothringen aus dem 16. Jahrhundert untergebracht, was allein schon durch den Rahmen, der diese schönen Sammlungen beherbergt, von großem Interesse ist.

Rund um das Museum kann man zudem eine wunderschöne Umgebung genießen: den französischen Garten „à la française“ des Museums mit schönen Buchsbaumhecken, Eiben und einem sehr hübschen Brunnen namens „Die Nymphe des Café des Oiseaux“.

Die Sammlungen des Museums sind sehr abwechslungsreich und spiegeln zugleich die Geschichte und das lokale Erbe wider: Waffen, Gemälde (sehr schöne Gemälde aus dem 19. Jahrhundert), Skulpturen (eine schöne Sammlung lothringischer Skulpturen) sowie die Darstellung einer Wunderkammer (Cabinet de curiosités) rund um außereuropäische ethnografische Objekte. Die archäologische Abteilung umfasst außerdem Sammlungen aus der antiken Stätte Nasium (Naix-aux-Forges) und dem Barrois.

Das Musée Barrois hatte zudem das Glück, bereits im 19. Jahrhundert von einer großen Anzahl staatlicher Leihgaben zu profitieren, die seine Sammlungen vervollständigen.

Musée Barrois in Bar-le-Duc mit Garten und Brunnen.
Innenansicht Musée Barrois: Frau vor geschnitztem Kamin und Gemälden.

Mein Tipp: Gegenüber dem Museum könnt ihr den Belvédère des Grangettes entdecken, der euch einen wunderschönen Panoramablick über die Stadt bietet.

Musée Barrois
Esplanade du Château, 55000 Bar-le-Duc

Hinweis: Das Museum ist derzeit wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten und eines großen Projekts zur Inventarisierung seiner Sammlungen geschlossen. Sonderausstellungen, Workshops und Führungen werden weiterhin außerhalb der Museumsräume in der Stadt angeboten. Schaut auf der offiziellen Website nach, um das aktuelle Programm zu verfolgen.

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Wo in der Umgebung von Bar-le-Duc übernachten? Gîte Côté Green

Diese gehobene Ferienunterkunft (Gîte) befindet sich am Golfplatz (18 Löcher) von Combles-en-Barrois, der etwa 10 Autominuten von Bar-le-Duc entfernt liegt. Sie wird von einem wirklich bezaubernden Paar geführt und befindet sich ebenfalls in einem Schloss aus dem 16. Jahrhundert, das erst kürzlich von den Eigentümern komplett renoviert wurde.

Das Gîte bietet insgesamt 6 Zimmer mit einer Gesamtkapazität von 15 Personen. Jedes Zimmer ist einer Stadt oder einem Land gewidmet, in dem es einen bedeutenden Golfplatz gibt, verteilt auf die ganze Welt. Unser Zimmer hieß Spérone, als Hommage an den berühmten, 80 Hektar großen Golfplatz in der Gemeinde Bonifacio auf Korsika.

Uns hat dieser sehr schöne Ort wirklich extrem gut gefallen, vor allem da wir das Glück hatten, während unseres Aufenthalts im Gîte ganz allein zu sein, und wir das in vollen Zügen genießen konnten!

Für das Abendessen ist vor Ort absolut alles vorhanden, um sich selbst etwas zuzubereiten oder Gerichte Aufzuwärmen. Das Gîte verfügt nämlich über eine voll ausgestattete Küche, die den Gästen zur Verfügung steht – inklusive Kaffeemaschine, Wasserkocher mit Tee und Kräutertee, Kühlschrank, Herdplatten, Backofen, Mikrowelle und so weiter.

Wir hatten für unseren Teil einen kleinen gourmetmäßigen Picknickkorb voller regionaler Spezialitäten dabei: lothringische Pasteten (Pâtés lorrains) und Quiches lorraines, Kirsch-Perlé (Perlé de Cerises griottes) als Aperitif, Kuchen von einer örtlichen Bäckerei…

Gästehaus aus Stein mit rotem Dach und Kiesparkplatz nahe Bar-le-Duc, Meuse.

Die Vorzüge: Ein toller Wellnessbereich mit Fitnessgeräten, einer Sauna und einem Whirlpool (den wir reichlich genutzt haben!), der für die Gäste des Gîte komplett kostenlos zugänglich ist.

Gîte Côté Green
36 Rue Basse, 55000 Combles-en-Barrois

Richtpreise: ab 100 € pro Nacht für 2 Personen / 560 € pro Woche.
Wellnessbereich (Whirlpool, Sauna, Fitnessraum) für Gäste zugänglich.

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Etappe 2: Commercy / Saint-Mihiel / Côtes de Meuse

Während dieser 2. Etappe unseres Aufenthalts begaben wir uns weiter in den Osten des Départements Richtung der Region um Commercy und fuhren dann ein Stück nach Norden, um in der sogenannten Coeur de Lorraine anzukommen.

Dies war auch die Gelegenheit für einen Ausflug in die Côtes de Meuse, von denen ich dir in der Einleitung erzählt hatte, mit ihren Obstgärten und Weinbergen am Fuße der Höhenzüge, gespickt mit typischen kleinen Dörfern.

Praktische Informationen: Vom Gîte Côté Green (Combles-en-Barrois) aus dauert die Autofahrt nach Commercy etwa 45 Minuten.

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La Boîte à Madeleines in Commercy

Diese seit 18 Jahren bestehende Familienmanufaktur hat sich auf die Herstellung von Madeleines spezialisiert. Alles wird vor Ort verkauft und gemacht. Die Madeleines werden täglich ohne Aromen oder Konservierungsstoffe und aus edlen Zutaten zubereitet. Die kleine Geschichte dahinter: Commercy ist আসলে der Ursprungsort dieses Kuchens, denn man erzählt sich, dass er Ende des 18. Jahrhunderts von einem Stubenmädchen namens Madeleine erfunden wurde, das im Schloss von Commercy arbeitete.

Einmal gebacken, sind die Madeleines etwa 4 Wochen lang haltbar. Man findet dieses Aushängeschild in verschiedenen Formen: klassisch, mit Mirabellenfüllung (natürlich), mit Schokoladenüberzug, mit Zuckerperlen…

Vor Ort gibt es auch einen Feinkostladen, der lokale Produkte verkauft, falls du ein paar Einkäufe erledigen möchtest, sowie einen Verkostungssalon, in dem man sich niederlassen kann, um ein Heißgetränk zusammen mit einer köstlichen Madeleine zu trinken. Die frisch aus dem Ofen kommenden sind natürlich meine Favoriten, so herrlich weich!

Schließlich bietet der Ort auch Besichtigungen an, bei denen man hinter einer Glasscheibe die verschiedenen Herstellungsschritte der Madeleines beobachten kann: vom Teig bis hin zur Verpackung. Das ist wirklich interessant und wenn du zur richtigen Zeit vorbeikommst, kann ich dir die Führung nur wärmstens empfehlen, du wirst es nicht bereuen.

Madeleines mit Haselnussstückchen und Schokotropfen von La Boîte à Madeleines.
In Schokolade getauchte Commercy-Madeleines auf einem Kuchengitter.

La Boîte à Madeleines
ZAE La Louvière, 55200 Commercy

Täglich das ganze Jahr über von 8:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.
Führung durch die Produktion täglich von 9:30 bis 11:30 Uhr und von 14:30 bis 17:30 Uhr (außer montags und sonntags morgens).
Ca. 30-minütige Führung mit Verkostung von 2 Madeleines und einem Heißgetränk (4,60 € bei unserem Besuch).

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Besuch des Maison des Truffes et de la Trufficulture

Dieser Ort ist besonders faszinierend, wenn du mehr über Trüffel und deren Zucht durch die Kunst des Trüffelbaus (Trufficulture) erfahren möchtest. In einem ehemaligen lothringischen Bauernhof kann man auf 450 m² eine Ausstellung entdecken, die durch die Welt der Trüffel führt.

Man muss nämlich wissen, dass es in der Meuse rund 200 Trüffelbauern gibt, die jährlich 2 Tonnen Trüffel ernten („caven“, ein Fachbegriff, der „ausgraben“ bedeutet), hauptsächlich Herbsttrüffel, den Schatz Lothringens.

Darüber hinaus bietet dieses Haus regelmäßig geführte Gruppenführungen durch das Gebäude sowie durch die gleich nebenan gelegene experimentelle Trüffelplantage an, begleitet von Django, dem Trüffelhund. Dies ist die Gelegenheit, die Symbiose zwischen Bäumen und Trüffeln zu entdecken, aber auch den Jahreszyklus der Trüffel oder einige Kriterien für die Trüffelauswahl zu verstehen: die angestochene Trüffel (ein Messerschnitt, um das Innere zu sehen), die Festigkeit der Trüffel bei Berührung, der Duft…

Diese 7 Hektar große Trüffelplantage gehört dem Gemeindeverband von Boncourt-sur-Meuse und wurde 1989 von einer Privatperson angepflanzt. Heute besteht die Plantage hauptsächlich aus Haselnussbäumen, auch wenn man heutzutage eher empfiehlt, die Baumvielfalt so weit wie möglich zu mischen, da dies offenkundig sehr förderlich für die Trüffelentwicklung ist. Heutzutage sind natürliche Standorte eher selten, da sie auch durch das Graben von Nicht-Profis verschwinden.

Die Trüffelplantage arbeitet außerdem eng mit dem INRA (Nationales Institut für agronomische Forschung) zusammen, mit dem sie viele Experimente durchführt.

Das kleine Extra: Der Ort bietet jeden Samstagmorgen von Oktober bis Dezember von 10:00 bis 12:00 Uhr einen Trüffelmarkt an (Preis der Trüffel zum Zeitpunkt unseres Besuchs: 500 € das Kilo Mitte November, während sie je nach Jahreszeit für ca. 350 € bis 1500 € das Kilo verkauft werden); während der Erntezeit werden zudem Trüffelgerichte angeboten (39 € pro Person).

Ein paar Tipps zur Zubereitung von Trüffeln:

  • Man kann eine gekaufte Trüffel in einem Glasbehälter eingefrieren (maximal 1 Jahr lang).
  • Trüffel passt zu einfachen Gerichten und sollte idealerweise mit Fett kombiniert werden.

Maison des truffes et de la trufficulture
Rue du 1er septembre 1944, 55200 Boncourt-sur-Meuse

Geöffnet von Mai bis Weihnachten samstags und sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr; im Juli und August nach vorheriger Reservierung. Informationen und Reservierungen beim Fremdenverkehrsamt des Pays de Commercy.
Trüffelmarkt am Samstagmorgen von Oktober bis Dezember während der Ernte.

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Wo essen? Hôtel-Restaurant du Lac de Madine

Dieses 3-Sterne-Hotel liegt im Herzen des regionalen Naturparks Lothringen und direkt am Lac de Madine, dem größten See Lothringens. Es bietet auch ein Restaurant in einem schicken und gemütlichen Ambiente mit traditioneller, saisonaler Küche, verfeinert mit regionalen Produkten.

Zu probieren: Als Vorspeise die Steinpilz-Frikassee aus unseren Wäldern (13 €); als vegetarisches Hauptgericht die Ziegenkäseravioli mit Trüffeln (22 €) oder auf der Fleischseite das Perlhuhnbrustfilet mit Meuse-Trüffeln (28 €); zum Nachtisch solltest du unbedingt die Spezialität des Hauses probieren, das Mirabellen-Eis-Soufflé (8 €), das dir im Ganzen präsentiert wird, bevor ein Stück abgeschnitten wird.

Dies war auch die Gelegenheit, einige Weine aus der Meuse zu probieren (es gibt auch offene Weine im Glas), darunter welche vom Domaine de Coustille.

Rustikale Holzbar mit Zapfanlage und handwerklichen Likören, Madine.

Hôtel-Restaurant du Lac de Madine
22 Rue Charles de Gaulle, 55210 Heudicourt-sous-les-Côtes

Ausflugsmenü für 34 € mit Vorspeise + Hauptgericht + Dessert.
Mittagsangebot von Dienstag bis Freitag für 17 € mit Tagesgericht + Glas Wein (oder 1/2 Mineralwasser) + Kaffee.

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Wo kann man Wein aus der Meuse kaufen? GAEC de l’Aumonière

Hier ist ein kleiner Geheimtipp, um einige lokale Erzeugnisse direkt beim Winzer, Herrn Blanpied, zu kaufen. Die Weine aus der Gegend sind Vins de Pays des Côtes de Meuse mit einer IGP-Herkunftsbezeichnung für einen Teil des Départements Meuse, und es wäre jammerschade, einen Aufenthalt in der Region nicht zu nutzen, um sie zu entdecken.

Dieser Kleinproduzent besitzt 5,5 Hektar Weinberge, hauptsächlich mit einer für die Region typischen Rebsorte, dem Auxerrois, sowie Pinot Gris.

Zu kaufen: Eine Flasche Crémant nach traditioneller Methode (6 €); eine Flasche Weißwein Auxerrois (5 €); eine Flasche Mirabellenlikör (12 €).

Flasche L'Aumonière Chardonnay Vin de France und Preisschild 5,00.

GAEC de l’Aumonière
11 Rue Arnay Leduc, 55210 Viéville-sous-les-Côtes
Tel.: 03 29 89 38 67 / 06 89 65 92 08

Verkostung und Direktverkauf täglich außer dienstags (es wird empfohlen, vorher anzurufen, um sicherzugehen, dass geöffnet ist). Verkauf nur vor Ort.

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Wo kann man lokale Produkte aus der Meuse kaufen? Jardin de Lorraine

Dieser Genossenschafts-Laden bietet etwa 20 Autominuten von Saint-Mihiel entfernt eine schöne Auswahl an regionalen Produkten aus den Côtes de Meuse von nicht weniger als vierzig vertretenen Produzenten. Dies ist die perfekte Adresse, um ein paar kulinarische Souvenirs von deinem Aufenthalt in der Meuse mitzubringen.

Ich empfehle dir insbesondere, einen Blick auf die Biere zu werfen, denn die Meuse ist seit Langem eine Brauereiregion.

Geschäft Jardin de Lorraine, Obstbaugenossenschaft der Côtes de Meuse, mit Äpfeln und Quitten im Schaufenster.

Jardin de Lorraine
32 Rue de la Mirabelle, 55210 Billy-sous-les-Côtes

Laden einer Obstbauernkooperative mit den Spezialitäten von rund vierzig Erzeugern aus den Côtes de Meuse.
Geöffnet von Montag bis Samstag von 10:00 bis 12:30 Uhr und von 14:00 bis 18:30 Uhr (sonntags geschlossen).

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Chocolaterie Sereivan’s

Diese Chocolaterie, die heute fast dreißig Mitarbeiter beschäftigt, öffnete im April 2019 in Saint-Mihiel ihre Pforten – nach dem Erfolg der Boulangerie Mageot, die für ihre Rochers und Croquets von Saint-Mihiel bekannt ist und denselben Inhabern gehört.

Wenn du übrigens in der Gegend bist: Die Stadt Saint-Mihiel wird auch als „Klein-Florenz der Lothringer“ bezeichnet und ist definitiv einen Abstecher wert – wegen ihrer Architektur und den Renaissancewerken des Bildhauers Ligier Richier, die dort zu finden sind.

In der Chocolaterie wird alles hausgemacht und handwerklich hergestellt, sogar der Kaffee wird vor Ort geröstet. Alle Farbstoffe sind natürlich und der Betrieb stellt auch sein eigenes Praliné für die Pfundstücke her (jammjamm). Ein super Zwischenstopp für Naschkatzen, wenn du ein paar süße Leckereien kaufen möchtest.

Im Laden erhältlich: Kekse, Pralinen, Bonbons, Marshmallows, Praliné, Kaffee…

Der Ort ist gleichzeitig ein Teesalon und Coffee Shop, sodass man sich einfach an einen der Tische setzen kann, um ein heißes Getränk und ein paar Leckereien zu genießen.

Der Geheimtipp: Du kannst jeden Tag, an dem das Geschäft geöffnet ist, um 16:30 Uhr kostenlos Vorführungen bei der Herstellung von Bonbons und anderen Leckereien miterleben (ziemlich beeindruckend und auch sehr interessant).

Sortiment feiner Pralinen in Reihen, einige mit Haselnüssen oder Glasurstreifen dekoriert.
Fassade von Sereivan's Biscuiterie Confiserie Coffee Shop in Bar-le-Duc.

Chocolaterie Sereivan’s
9 Place Jacques Bailleux, 55300 Saint-Mihiel

Handwerksgeschäft, Coffee Shop und Teesalon.
Geöffnet von Mittwoch bis Sonntag von 9:00 bis 12:30 Uhr und von 14:30 bis 18:30 Uhr.

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Wo übernachten? Le Château des Monthairons

Dieses 4-Sterne-Hotel befindet sich in einem wunderschönen Schloss aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das heute der Familie Thouvenin und Pierrat gehört. Es ist von einem fantastischen, 17 Hektar großen Park umgeben, der mit Bäumen verschiedenster Baumarten bepflanzt ist und an der Ostseite des Anwesens von einer Schleife der Maas gesäumt wird. Eine echte Oase der Ruhe, in der es sich zu jeder Jahreszeit herrlich spazieren lässt!

Die Geschichte des Schlosses selbst ist ziemlich interessant, da es an der Stelle der früheren herrschaftlichen Residenz der Familie De La Cour errichtet wurde, die dieses Land seit 1685 besaß. Im Jahr 1902 wurden das Schloss und der Park an Monsieur Le Baron de Chadenet verkauft, der von Napoleon III. geadelt worden war, weil er ihn stark unterstützt hatte.

Später, im Jahr 1985, kaufte die Familie Thouvenin das Schloss, um daraus ein charmantes Hotel mit Charakter zu machen und seine geschichtsträchtigen Steine prachtvoll zur Geltung zu bringen.

Schloss Monthairons in der Meuse mit einer Frau, die auf den Rasen springt.

Unser Zimmer Nr. 24

Mir hat dieses Zimmer in einer der Ecken des Schlosses sehr gut gefallen – mit seinen kleinen Türmchen und dem schönen Blick auf den Park (ein ziemlich angenehmer Anblick beim Aufwachen am Morgen). Insgesamt bietet das Château des Monthairons 25 Zimmer, darunter 5 Maisonettes und 2 Apartments.

Frau im weißen Bademantel wacht in einem sonnigen Hotelzimmer in der Meuse auf.

Das Frühstück

Das Frühstück wird als Buffet im Erdgeschoss des Schlosses mit guten, hausgemachten Produkten serviert.

Das Hotelrestaurant

Wir haben unseren Abend vor Ort mit einem kleinen Aperitif in der Schlossbibliothek begonnen. Auf dem Programm standen der hausgemachte Cocktail mit Mirabellencreme (was sonst!?) und weißem Crémant aus der Meuse (8 €).

Bibliothekssalon mit roten Sesseln und Holzvertäfelung, Meuse, Frankreich.

Wir setzten den Abend mit einem romantischen Abendessen im schönen Speisesaal fort. Wir wählten das Menü „Meuse la vallée“ für 65 €, das überwiegend regionale Produkte und Spezialitäten anbietet.

Dazu wählten wir die Weinbegleitung für 20 € pro Person, bei der das Essen von drei regionalen Weinen begleitet wird. Wir fanden es lediglich etwas schade, dass zwei der Rotweingläser am Ende genau derselbe Wein waren. Meiner Meinung nach wäre es interessanter gewesen, zwei verschiedene Rotweine zu probieren.

Gerichte: Teller mit zwei Entenleberpasteten vom Schloss; Entenbrustfilet mit Mirabellen-Verjus; frischer Ziegenkäse aus Vaux-les-Plameix; Brie de Meuse; Parfait glacé mit Dragées aus Verdun und Schokoladenmoussenocken.

Gekostete Weine: Spätlese Pinot Gris D. Montgrignon; Pinot Noir von den Côtes de Meuse Domaine de Muzy Liénard.

Zur Info: Das Genießermenü für 49 € bietet ebenfalls Gerichte mit Zutaten aus der Meuse (wie Charmois-Bier oder Brie de Meuse). Wir haben dieses Menü zusätzlich als zweite Wahl genommen, um möglichst viele verschiedene Dinge zu probieren. Wir versuchen beim Restaurantbesuch mit dem Lieblingsfotografen immer unterschiedliche Gerichte zu bestellen, weil wir von Natur aus extrem neugierig sind (und zum Glück teilen wir unsere Gerichte gerne).

Mirabellen-Parfait-glacé-Dessert mit roten Beeren auf einem weißen Teller.

Der Spabereich

Ein unbestreitbarer Pluspunkt des Hotels! Dieser Spa wurde mit Keramikkunstwerken eines Künstlers aus der Meuse vom Atelier Pier’art gestaltet. Er verbindet den Jugendstil der Schule von Nancy mit Raku – einer Glasurtechnik, die den rohen und mineralischen Charakter des Tons bewahrt.

Dieser Natur- und Spabereich verfügt am Eingang über eine Ecke mit Schließfächern für persönliche Sachen, eine Dusche und Sanitäranlagen sowie eine Sauna und einen Whirlpool (in dem wir ziemlich viel Zeit verbracht haben).

Château des Monthairons
26 Route de Verdun, 55320 Les Monthairons

4-Sterne-Hotel inmitten eines 17 Hektar großen bewaldeten Parks entlang der Maas.
Hauptsaison (von Ostern bis Mitte November): Hotel täglich geöffnet, Restaurant montags und dienstags mittags geschlossen.
Nebensaison (Mitte November bis Ostern): geöffnet von Dienstagabend bis einschließlich Sonntagmittag.
Ungefähre Zimmerpreise: ab 115 € für 2 Personen.

Deinen Aufenthalt buchen →

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Etappe 3: Verdun

Für die letzte Etappe unseres Ausflugs zur Erkundung der Meuse fuhren wir direkt vom Château des Monthairons nach Verdun – die Fahrtzeit beträgt informatorisch etwa 20 Minuten mit dem Auto.

Verdun ist zwar die Unterpräfektur des Départements, aber dennoch die bevölkerungsreichste Stadt der Meuse. Interessanterweise wurde die Stadt erst 1552 französisch. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde Verdun auch oft als die Stadt der 40 Kirchtürme bezeichnet (was heute natürlich längst nicht mehr der Fall ist).

Verdun ist natürlich seit der berühmten Schlacht von 1916 traurig berühmt, die 300 Tage dauerte (von Februar bis Dezember 1916), über 500.000 Menschen das Leben kostete und auf die über 60 Millionen Granaten abgefeuert wurden… Zahlen, bei denen man fröstelt…

Außerdem gilt diese Schlacht, in der Europäer, Afrikaner und Amerikaner in der Meuse kämpften, als die Mutter aller großen Schlachten des 20. Jahrhunderts.

Unser Besuch in der Stadt war nicht unbedingt auf diese dunkle Epoche der Geschichte ausgerichtet, aber ich denke, ähnlich wie bei meiner Reise 2018 in der Normandie rund um die Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg, würde ich sehr gerne einmal nach Verdun zurückkehren, um Besichtigungen zu machen, die sich stärker mit diesem Thema befassen.

Man muss auch erwähnen, dass Verdun viele andere, weniger bekannte historische Facetten zu bieten hat – wie die majestätische Kathedrale Notre-Dame aus dem 10. Jahrhundert, die nach dem Vorbild großer rheinischer Basiliken erbaut wurde. Entdecke unbedingt auch ihren Kreuzgang aus dem 14. und 15. Jahrhundert sowie die Krypta im romanischen Stil.

Ein weiteres interessantes Denkmal ist die unterirdische Zitadelle aus dem 17. Jahrhundert, die von Vauban erbaut wurde. Letztere wurde im Ersten Weltkrieg übrigens von der französischen Armee weitergenutzt.

Schließlich mochte ich auch den wunderschönen Tour de la Chaussée aus dem 13. Jahrhundert (siehe Fotos unten) sehr, durch den man über die Hauptbrücke von Verdun in die Stadt gelangt.

Alles in allem war ich sehr angenehm überrascht festzustellen, dass Verdun auch eine Stadt ist, in der es sich wunderbar am Flussufer, entlang des Quai de Londres oder in den Gässchen der Altstadt flanieren lässt.

Ich empfehle dir außerdem, einen Spaziergang in der Rue Mazel, der Haupteinkaufsstraße der Stadt, zu machen und die 73 Stufen des Siegesdenkmals hinaufzusteigen, um die Krypta mit den goldenen Ehrenbüchern der Kämpfer von Verdun zu entdecken.

Befestigtes Steintor neben einem Haus mit blauen Fensterläden in Bar-le-Duc.

Fremdenverkehrsamt von Grand Verdun
Place de la Nation, 55100 Verdun

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Wo essen in Verdun? Restaurant Chez Mamie

Dieses gemütliche Restaurant in Verdun ist eine tolle Adresse, wo man wie bei Oma isst (wie der Name schon sagt), um die Freude an Aromen von früher wiederzuentdecken.

Zu probieren: die Auswahl an Coquillettes-Nudeln mit allerlei Saucen, die absolutes Nostalgie-Feeling aufkommen lassen (zwischen 10 € und 14,50 €); als Hauptgericht haben die hausgemachten französischen Kalbsrouladen mit lokalen blauen Stiel-Träuschlingen einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen; als Nachtisch war der Paris Verdun (7,50 €) ganz nett, aber ich empfehle dir, ihn zu teilen.

Fassade des Bistros Restaurant Chez Mamie in Bar-le-Duc mit Terrasse.

Restaurant Chez Mamie
52 Avenue de la 42ème Division, 55100 Verdun

Menü aus Vorspeise + Hauptspeise oder Hauptspeise + Nachspeise für 22,50 € / Komplettes Menü für 26,50 € (Preise zum Zeitpunkt unseres Besuchs).
Dienstags geschlossen.

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Die Dragées-Fabrik Braquier besuchen

Die Fabrik Dragées Braquier stellt seit 1783 die Spezialität der Stadt her und führt die traditionelle handwerkliche Produktion bis heute fort. Vor Ort könnt ihr insbesondere den Fabrikverkauf entdecken, der die gebrannten Mandeln und Bonbons der Marke anbietet. Die Fabrik bietet aber auch andere Süßigkeiten wie den Obus Braquier (ziemlich beeindruckend, ihn im Video während der Fabrikbesichtigung explodieren zu sehen), die Choc’Amandes, die Léontines… an.

Der Ursprung der Dragées stammt tatsächlich aus der Stadt Verdun, denn es war ein Apotheker der Stadt, der 1820 (Anm.: im Original 1220) diese Süßware – die älteste Frankreichs – kreierte, indem er nach einer Möglichkeit suchte, die Konservierung und den Transport von Mandeln zu erleichtern. Anfangs war die Mandel vor allem wegen ihrer heilenden und verdauungsfördernden Eigenschaften begehrt und auch, weil man damals sagte, sie fördere die Fruchtbarkeit. Aus all diesen Gründen findet sie ihren Platz auf den französischen Tischen bei allen Familienfeiern und besonders bei Hochzeiten.

Schließlich – und das ist ein ziemlich wichtiger Punkt dieser kleinen Vorstellung – kann man die Herstellungsverfahren und Werkshallen der Fabrik bei einer freien und kostenlosen Besichtigung mit einem Audioguide entdecken. Und zum Schluss kann man natürlich noch ein paar Einkäufe im Fabrikverkauf erledigen, von dem ich euch gerade erzählt habe und der den Rundgang abschließt.

Reihum aufgereihte Schachteln mit Dragées aus Verdun von Léon Braquier.

Dragées Braquier
50 Rue du Fort de Vaux, 55100 Verdun
Tel.: 03 29 84 30 00

Freie und kostenlose Werksbesichtigung mit Audioguide (7 Tage die Woche angeboten) sowie Fabrikverkauf vor Ort.

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Vielen Dank an das Département Meuse, an Meuse Tourisme, Bar-le-Duc, Saint-Mihiel Cœur de Lorraine, Grand Verdun und Dieue-sur-Meuse Val-de-Meuse für die Einladung, ihr Département zu besuchen.

Nachts beleuchtetes Musée Barrois in Bar-le-Duc, Meuse, mit Springbrunnen.

Ich hoffe, ich habe euch mit all dem Lust gemacht, das Département Meuse zu besuchen, und wenn ihr selbst eure Geheimtipps und Ratschläge für dieses Reiseziel habt, teilt sie gerne in den Kommentaren unten!


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Fotocredits: Nicolas Diolez
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