Da meine Eltern im Departement Ain leben und ich selbst dort seit Beginn meiner Jugend gewohnt habe, kenne ich diese Region, die leider oft ein wenig unterschätzt wird, ziemlich gut. Zu Unrecht, denn es gibt dort wirklich wunderschöne Ecken zu entdecken. Die Präfektur des Departements, Bourg-en-Bresse, war mir also bereits bestens vertraut. Als Studentin habe ich dort sogar einmal einen Tagesausflug geplant, um die lokale Gastronomie und Kultur zu entdecken. Ich hatte damals 2014 sogar einen Artikel dazu auf dem Blog veröffentlicht.
Es war für mich also keine Neuentdeckung, aber ich habe mich gefreut, den liebsten Fotografen dorthin mitzunehmen, der noch nie zuvor einen Fuß nach Bourg-en-Bresse gesetzt hatte. Blöderweise verschlug es uns an einem sehr regnerischen Sommerwochenende dorthin – direkt nach der Hitzewelle (ja, da hatten wir wirklich absolut kein Glück), und so verbrachten wir 2 Tage im Herzen des Ain in Bourg-en-Bresse.

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Inhaltsverzeichnis
Praktische Informationen für das Ain
Die Stadt ist recht überschaubar und man kann alles wunderbar zu Fuß erledigen, solange man in Bourg-en-Bresse bleibt.
Nützlicher Aussprache-Tipp: Wenn du nicht sofort als Tourist auffallen willst, sprich Bourg nicht wie «Bour» aus, sondern wie «Bourk» – das verleiht dir direkt einen lokalen Touch.
Anreise von Paris: Mit dem TGV Lyria (Richtung Genf) dauert es von der Gare de Lyon in Paris etwa 1 Stunde und 50 Minuten.
Der Spartipp: Um Bourg-en-Bresse mit Lyon zu verbinden (und umgekehrt), kannst du den Philibert-Bus Linie 132 nehmen. Das kostet nur 2 € pro Fahrt, dauert dafür aber auch 2 Stunden…





Vor Ort haben wir das sehr praktische lokale Mietwagensystem Booj ausprobiert. Alles läuft über das Internet und das Smartphone, und man öffnet das gemietete Auto sogar direkt per Handy (das fühlt sich ziemlich abgefahren, aber auch super praktisch an).
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Was kann man in Bourg-en-Bresse unternehmen?
Zusätzlich zu den Ausflugstipps, die ich dir unten gebe, empfehle ich dir auf jeden Fall einen Spaziergang durch das historische Stadtzentrum mit seinen mittelalterlichen Fachwerkhäusern, herrschaftlichen Anwesen und den kleinen Gassen. Historisch bedingt ist der gesamte Baugrund der Stadt sehr feucht, weshalb die Kathedrale auf Pfählen errichtet wurde.
Falls du wie wir mitten in eine kleine Vorführung von folkloristischen Tänzen gerätst, zögere nicht, dich unter die Menge zu mischen und das Tanzbein zu schwingen – das ist immer super gesellig!




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Besuch der Apotheke im Hôtel-Dieu
Der Bau des Hôtel-Dieu begann 1782 nach den Plänen von Pierre-Adrien Pâris, einem renommierten Pariser Architekten des 18. Jahrhunderts. Es war jedoch der aus der Bresse stammende Architekt Gaspard Chauverêche, der die Fertigstellung der Arbeiten bis 1790 überwachte. Der Orden der Augustinerinnen von Béziers ließ sich daraufhin vor Ort nieder, um sich um die Kranken zu kümmern. Das Gebäude, das 1925 unter Denkmalschutz gestellt wurde, gruppiert sich um einen großen Kreuzgang, der von der Kuppel der Kapelle gekrönt wird.
Die historische Apotheke (Apothicairerie) befindet sich im Südtlügel des Gebäudes und besteht aus drei sehr gut erhaltenen Räumen (dem Labor, dem Hinterzimmer und der Offizin), die einen tiefen Einbruch in die Welt der Krankenhäuser und Apotheken vergangener Zeiten ermöglichen.









Das Labor, in dem die Ordensschwestern ihre Tinkturen herstellten, ist noch voll funktionsfähig und in perfektem Zustand. Der Ort beherbergt zudem eine reiche Sammlung an Fayencen (Standgefäße und Arzneikrüge, Utensilien der Apotheke), Glasgefäßen, Holzarbeiten im Stil Ludwigs XV., antiken Möbeln und Parkettböden.
Dieser Ort kann ausschließlich im Rahmen von Führungen und nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden. Es ist auf jeden Fall ein Besuch, den ich dir wärmstens empfehlen kann, wenn du in der Gegend bist, denn es ist wirklich faszinierend, eine so gut erhaltene historische Apotheke zu sehen.









Apothicairerie de l'Hôtel-Dieu
47 boulevard de Brou, 01000 Bourg-en-Bresse
Geführte Besichtigungen das ganze Jahr über samstags um 14:30 Uhr nach Voranmeldung sowie im Juli und August auch dienstags um 10:30 Uhr
Dauer der Führung: 1,5 bis 2 Stunden
Preise: 6 € / 5 € ermäßigt / 2 € für Kinder von 6 bis 12 Jahren / kostenlos zur Langen Nacht der Museen und zum Tag des offenen Denkmals (Journées du Patrimoine)_
Besuch des Königlichen Klosters von Brou
Dieses prächtige architektonische Ensemble wird vom Centre des Monuments Nationaux verwaltet und liegt nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt. Es wurde im 16. Jahrhundert auf Wunsch von Margarete von Österreich (1480–1530) erbaut, einer Prinzessin mit einem recht außergewöhnlichen Schicksal, zum Gedenken an ihren verstorbenen Ehemann Philibert den Schönen. Margarete war eine bedeutende und außergewöhnliche Persönlichkeit, da sie Kaisertochter, Herzogin von Savoyen und Regentin der Niederlande war. Der Ort, den sie errichten ließ, sollte zugleich Mausoleum, Kloster und fürstliche Residenz sein.











Die Klosterkirche mit ihren glasierten Ziegeln ist ein Meisterwerk der Flamboyant-Gotik mit einem Chor aus Stein- und Holzdornen sowie den fürstlichen Grabmälern. Der Komplex umfasst außerdem 3 Kreuzgänge, ein Museum sowie die Apartments von Margarete von Österreich, die seit Juni 2018 zu einem Ausstellungsbereich mit Multimediastationen umgestaltet wurden, um das politische und künstlerische Leben der Prinzessin zu veranschaulichen.
Ein weiterer wunderbarer Ort, an dem man während des Besuchs entspannen kann, sind die Kreuzgänge des Gebäudes, von denen der erste mit seinem Baum und dem zentralen Brunnen besonders viel Charme versprüht. Das gesamte Areal ist wirklich riesig. Wenn du alles besichtigen möchtest, empfehle ich dir, mindestens 2 Stunden dafür einzuplanen.





Derzeit gibt es außerdem eine Sonderausstellung mit dem Titel „Verhüllt / enthüllt“ („Voilées / dévoilées“), die seit Juni läuft und noch bis zum 29. September 2019 zu sehen ist. Die Ausstellung widmet sich der Darstellung des Schleiers in der Kunst von der Antike bis zum 21. Jahrhundert.





Königliches Kloster von Brou 62 boulevard de Brou 01000 Bourg-en-Bresse Vom 1. Oktober bis 31. März: geöffnet von 9:00 bis 17:00 Uhr Vom 1. April bis 30. September: geöffnet von 9:00 bis 18:00 Uhr Sonderausstellung im Eintrittspreis des Klosters inbegriffen Geheimtipp für die Sonderausstellung: kostenlose Führung an bestimmten Sonntagen um 15:00 Uhr Preise: 9 € / kostenlos für Personen unter 26 Jahren Der Spartipp: An allen Öffnungstagen des Klosters werden außerdem Führungen ohne Aufpreis angeboten; die Zeiten stehen auf einer Schiefertafel am Eingang des Denkmals angeschrieben
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Das Festival „A la Folie… pas du tout !“
Seit 2009 geben sich jeden Sommer Musik, Lesungen, Tanz, Musiktheater und mehr im Königlichen Kloster von Brou ein Stelldichein. In diesem Jahr stand zudem die Jubiläumsausgabe des Festivals À la folie… pas du tout ! an, das wie gewohnt ein äußerst vielseitiges Programm bot: Jazz, Hip-Hop, Rock, Klassik, französische Chansons, Weltmusik, Elektro…
Wir selbst haben das wunderschöne Konzert bzw. die Performance der Pianistin Sarah Lavaud besucht, die sich um die humanistische Botschaft aus dem Werk „Terre des hommes“ („Wind, Sand und Sterne“) von Antoine de Saint-Exupéry drehte. Die Darbietung bot einen bewegenden Dialog zwischen den Werken von Ravel, Debussy, Janáček, Hersant und den Texten von Saint-Exupéry.



Festival „A la Folie… pas du tout !“
samstags abends im Juli und August
Bis zum 26. August 2023
Konzerte um 20:30 Uhr im 2. Kreuzgang. Bei schlechtem Wetter findet das Konzert in der Kirche statt
Königliches Kloster von Brou
Preise: 9,50 € / kostenlos für Personen unter 26 Jahren (das Ticket gewährt am Tag des Konzerts auch Einlass ins Denkmal)_
Lichtshow „Couleurs d’amour“
Diese Show findet jeden Sommer im Königlichen Kloster von Brou und anschließend im Stadtzentrum von Bourg-en-Bresse statt. Während der Sommermonate wird sie an drei Abenden pro Woche auf die Fassade der Kirche projiziert.
2019 war dies die 5. Ausgabe dieses Festivals, und die Show war eine Kreation von Gilbert Coudène, die legendäre Liebespaare in Licht und Musik tauchte. Da es an dem Abend unseres Besuchs leider wie aus Eimern schoss, konnten wir uns die Projektionen am Rathaus und am Theater nicht mehr ansehen – wir waren nach den Projektionen am Königlichen Kloster von Brou ohnehin schon klitschnass.




Spectacle Couleurs d'amour Projection sur 3 lieux : le monastère, le théâtre de la ville et l'hôtel de ville Du 7 juillet au 2 septembre 2023, les vendredis et samedis à partir de 22h (diffusion en continue) Monastère de Brou à partir de 22h (durée 15 min / 5 représentations par soir) Hôtel de Ville et Théâtre, à partir de 22h15 (durée 10 min / 6 représentations par soir) Gratuit et tout public
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Visiter dans les environs de Bourg-en-Bresse l’Ecomusée Maison de Pays de Bresse
Les fermes bressannes avec leurs cheminées sarrasines sont vraiment emblématiques de la Bresse. Elles sont construites avec des pans de bois et comblés de torchis. Pour découvrir un peu plus ce patrimoine rural, je vous conseille si vous êtes en voiture d’aller visiter l’écomusée Maison de Pays de Bresse (à environ 15 min de voiture) qui présente justement le patrimoine bressan du XVème siècle à nos jours au travers de plusieurs bâtiments typiques des XVème et XVIIIème siècles.
Au programme : des représentations de la vie quotidienne, des outillages des artisans d’antan, des machines agricoles, présentation de la faune et flore locale, explications par des bénévoles locaux aux savoirs ancestraux (petite pensée pour le gentil vieux monsieur qui nous a fait faire le tour d’une des maisons), essayage de sabots bressans…
Sur place on trouve aussi une petite boutique avec des produits locaux et cela peut être l’occasion de faire quelques achats pour ramener des cadeaux par exemple.
















Ecomusée Maison de Pays de Bresse 100 route de Bourg 01370 Saint-Etienne-du-Bois Ouvert du 13/04 au 27/10 2019 du mardi au dimanche de 10h à 12h30 et de 13h30 à 18h Tarifs : 5,50 € / 3 € pour les enfants et les tarifs réduits / gratuit – 10 ans
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Mes bonnes adresses à Bourg-en-Bresse
Je vous livre ci-dessous comme à mon habitude les quelques bonnes adresses que j’ai eu l’occasion de tester sur place (un hôtel et quelques restaurants).
Où loger à Bourg-en-Bresse ? Hôtel Griffon d’or
Ce petit hôtel de charme possède 17 chambres et suites et il est installé dans un ancien relais de Poste de 1701. Nous avions pour notre part une chambre classique mansardée qui faisait 16 m2, mais qui était extrêmement fonctionnelle. J’ai beaucoup aimé le charme de cette chambre sous les toits avec ses poutres apparentes. Mention spéciale pour le petit déjeuner qui est composé de produits frais, fait maison et locaux et qui sont aussi pour beaucoup issus de l’agriculture biologique et du commerce équitable.









Le petit plus : l’hôtel possède un espace détente avec sauna et jacuzzi accessible gratuitement pour les clients de l’hôtel. Nous n’avons malheureusement pas eu le temps d’en profiter à mon grand dam…
Le lieu possède aussi un salon cosy pour se poser et lire quelques ouvrages sur la région et également un billard ! Nous avons fait une partie très serrée avec le photographe préféré (mais c’est quand même moi qui ai gagné !). Et enfin cerise sur le gâteau, l’hôtel propose aussi une charmante petite terrasse, malheureusement avec le mauvais temps dont nous avons bénéficié lors de notre week-end, nous n’avons absolument pas pu en profiter…





Hôtel Griffon d'or 10, rue du 4 septembre 01000 Bourg en Bresse Tarifs : chambre classique à partir de 98 € la nuit Le bon plan : l’hôtel possède un parking privé gratuit pour ses hôtes
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Où manger vers le Monastère de Brou ? Restaurant Verre Gourmand
Cette adresse est correcte et pratique car située à 2 min à pied du monastère, c’est donc une bonne option si vous êtes en cours de visite ou que vous voulez visiter le monument avant ou après manger.
A goûter : la quenelle de Brochet évidemment et la roulade de volaille sauce crème (que du léger).
Côté vins vous pouvez tester les vins du Bugey si vous voulez boire du local et il y a quelques découvertes intéressantes à faire, notamment avec le cépage de la Roussette (qui est un cépage qu’on retrouve aussi dans les vins de Savoie). Il n’y a pas vraiment de vins locaux au verre dans ce restaurant (enfin je n’en ai pas trouvé le jour de ma venue) mais si vous êtes seulement deux il y a des demi-bouteilles (entre 12,50 € et 18 € pour les vins du Bugey).







Restaurant Verre Gourmand 142 Boulevard de Brou, 01000 Bourg-en-Bresse Tel 04-74-23-30-60 Prix : menu à 16,50 € avec entrée + plat ou plat + dessert (sauf le soir et le samedi) / menu à 22 € avec entrée + plat + dessert (sauf samedi soir et veille de jour férié) / menus à 32 € et 42 €
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Où manger en ville à Bourg-en-Bresse ? Restaurant Mets & Vins
Ce restaurant est celui du Chef Stéphane Prevalet. Il propose avec son équipe une cuisine du terroir revisitée, qui associe les saveurs en fonction des saisons avec des produits frais et en majorité régionaux. Le cadre est chic et élégant et les tables assez espacées les unes des autres pour donner un peu d’intimité à chacun, ce que j’ai trouvé assez appréciable.
Mon conseil : côté boisson je vous recommande de goûter encore une fois les vins du vignoble du Bugey tout proche.










Restaurant Mets & Vins 9-11 rue de la République 01000 Bourg-en-Bresse Ouvert du mercredi au dimanche / fermé dimanche soir, lundi et mardi toute la journée Formule midi en semaine à 15 € avec entrée + plat ou plat + dessert et 19 € avec entrée + plat + dessert / le week-end menu à 29 €
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Merci à la ville et à l‘office de tourisme de Bourg-en-Bresse et au monastère royal de Brou pour cette escapade dans ma région d’origine.

J’espère qu’avec tout ça je vous aurai donné envie de découvrir Bourg-en-Bresse et l’Ain et si vous avez, vous aussi, vos bonnes adresses et vos conseils pour cette destination, n’hésitez pas à les partager dans les commentaires ci-dessous !
Crédits photos : Nicolas Diolez Photos non libres de droits, autorisation du photographe obligatoire avant toute utilisation






