Startseite GastronomieRestaurantBrasserieMeine Auswahl an Brasserien in Paris

Meine Auswahl an Brasserien in Paris

von Melle Bon Plan
Veröffentlicht: Aktualisiert:

Heute stelle ich euch auf dem Blog eine kleine, aber feine Auswahl an Brasserien in Paris vor, die ich seit 2019 testen durfte. Von der traditionellen und emblematischen Brasserie der Hauptstadt über modernere Varianten bis hin zu Lokalen mit provenzalischem Flair – ich denke, hier ist ein ziemlich breiter Querschnitt durch die pariser Brasserie-Kultur dabei.

Für diesen Beitrag habe ich mich ein wenig über die Definition des Begriffs „Brasserie“ schlau gemacht. Schließlich ist es ein Wort, das man in Paris ständig verwendet, ohne wirklich zu wissen, was dahintersteckt (zumindest ging es mir so). Nach ein paar Recherchen kann ich euch nun sagen: Was unter anderem eine Brasserie von einem Bistro oder Restaurant unterscheidet, ist die Fähigkeit, einen durchgehenden Service von morgens bis abends zu bieten. Ein Bistro hingegen hat normalerweise nur während der Essenszeiten geöffnet. Historisch gesehen waren Brasserien zudem Orte, an denen direkt vor Ort Bier gebraut wurde, da dieses Getränk im 19. Jahrhundert in Paris extrem populär wurde. Heutzutage ist das nicht mehr wirklich der Fall, auch wenn in Brasserien natürlich nach wie vor gerne Bier ausgeschenkt wird, weil dieses Getränk bei den Parisern nach wie vor hoch im Kurs steht.

Frau beim Essen in einer Pariser Brasserie, traditionelles Gericht.

Diese emblematische Brasserie am Boulevard des Capucines wurde in den 1980er Jahren gegründet, liegt direkt gegenüber dem Olympia und hat Anfang 2026 nach fünfmonatiger Renovierung wieder ihre Türen geöffnet. Sie gehört zur Familie Richard (von den berühmten Café Richard). Ich habe das sehr gemütliche Samtdekor im Obergeschoss geliebt, wo ich euch einen Platz empfehle. Besonders in der Nähe der Fenster gibt es kleine Tische bzw. Sitzbänke, die sich perfekt für ein romantisches Abendessen eignen.

In der Küche steht der als „Maître Restaurateur“ ausgezeichnete Küchenchef Karl Lacelle. Auf den Tellern landen französische Brasserie-Klassiker: Eier-Mayonnaise (8 €); Lauch neu interpretiert mit einer lauwarmen Orangen-Vinaigrette (9 €); ganzer Wolfsbarsch Colbert (25 €); ein extrem nostalgisches hausgemachtes Cordon bleu mit Comté-Schinken und Coquillettes-Nudeln (26 €); sowie bei den Desserts tolle Profiteroles (14 €, eine vor unseren Augen mit Grand Marnier flambierte Omelette norvégienne (14 €) oder auch der Paris-Brest-Windbeutel (13 €).

Elegantes Interieur des Restaurants Les Capucines in Paris mit roten Sitzbänken, dunklem Holz und edlen Leuchten.
Getestet 2026 - Einladung

Les Capucines

39 boulevard des Capucines, 75002 Paris

Preise: à la carte Vorspeisen zwischen 7 € und 29 € / Hauptgerichte zwischen 15 € und 56 € / Desserts zwischen 8 € und 14 €

Link zur Website der Brasserie


Die Brasserie Balzar gehört zu den ältesten der Hauptstadt. Sie wurde 1894 zwischen der Sorbonne, dem Collège de France sowie den Medizin- und Jurafakultäten gegründet. Sie serviert typische Gerichte der französischen Küche in einem Ambiente, das das Paris vergangener Tage wiederaufleben lässt. Als Vorspeise hatten wir den Linsensalat mit Speck (7 €) und das Comté-Soufflé (11,50 €). Als Hauptgang probierten wir dann das Meeres-Sauerkraut nach Balzar-Art (29,50 €), das super üppig war (ich glaube, davon hätte man auch zu zweit satt werden können), sowie das gegrillte Entrecôte mit Pfeffersoße und hausgemachten Pommes frites (27 €). Schließlich war dieses Abendessen für mich die Gelegenheit, mich mit Profiteroles (12 €) zu versöhnen – ich fand sie köstlich, obwohl ich sie im Restaurant selten bestelle, weil sie oft nicht überzeugen können, was hier aber absolut nicht der Fall war.

Essen in der Brasserie Balzar mit Steak frites und Fisch-Sauerkraut.
Getestet 2025 - Einladung

Brasserie Balzar

49 Rue des Écoles, 75005 Paris

Preise: Vorspeisen zwischen 6 € und 17,50 € / Hauptgerichte zwischen 21 € und 46 € / Desserts zwischen 7,50 € und 13 €
Der Spartipp: Mittagsmenü unter der Woche mit Vorspeise + Hauptgericht oder Hauptgericht + Dessert für 26 €

Link zur Website des Restaurants


Das Bouillon Chartier gehört zu den historischen Institutionen unter den Pariser Brasserien – insbesondere mit seiner Adresse in der Rue du Faubourg Montmartre, die 1896 eröffnet wurde und über die ich euch bereits früher hier auf dem Blog berichtet hatte. Es ist eine emblematische Adresse der Hauptstadt mit ihrer Einrichtung aus dem 19. Jahrhundert, den Kellnern in schwarz-weißen Anzügen und den auf die weißem Tischdecken geschriebenen Rechnungen, die das Ganze recht folkloristisch machen.

Das Bouillon Chartier Montparnasse, das 1903 eröffnet wurde, ist mit seinem ursprünglichen Schild und demselben herrlichen Jugendstil-Ambiente wie bei seiner Gründung zurück – aber vor allem und ganz im Sinne seiner Eröffnung: gutes Essen zu kleinen Preisen anzubieten. Diese Adresse, die mehrfach umbenannt wurde, hat heute ihren alten Namen, die Keramikwände von Louis Trézel und ihre Spiegel mit geschwungenen Holzleisten zurückerhalten. Diese Brasserie ist auf jeden Fall riesig und langgezogen mit nicht weniger als 180 Gedecken und zahlreichen versteckten Räumen und Nischen…

Kellner serviert ein Gericht im Jugendstil-Speisesaal des Bouillon Chartier.

Wir haben probiert: Avocado mit Shrimpsauce (3,80 €); 6 Weinberge-Schnecken (7,40 €); Bœuf Bourguignon mit Coquillettes (9,80 €); Goldbrasse mit Sauce Vierge (13 €); als Dessert den Rum-Baba (4,60 €) und den Windbeutel mit Chantilly (3,20 €); Glas Crémant d’Alsace (4,50 €).

Ganze Fische, Kartoffeln und Kleinemüse auf einem Teller im Bouillon Chartier.
Bœuf Bourguignon und Makkaroni im Bouillon Chartier Paris.
Fassade des Bouillon Chartier Montparnasse, historische Pariser Brasserie.
Im Jahr 2019 getestet. Vielen Dank an das Bouillon Chartier Montparnasse für diese Einladung.

Bouillon Chartier Montparnasse

59 Boulevard du Montparnasse, 75006 Paris
Täglich geöffnet, durchgehend von 11:30 bis Mitternacht, ohne Reservierung

Link zur Website der Brasserie


Vendémiaire ist eine im Juli 2024 eröffnete Pariser Brasserie im Herzen des 7. Arrondissements, nur wenige Schritte von den Invalides entfernt. Diese schicke französische Brasserie bietet ein raffiniertes, zeitgemäßes und zugleich Retro-Ambiente mit einer Dekoration, die edle Materialien in den Vordergrund stellt. Dieser lebendige Ort bietet einen durchgehenden Service vom Frühstück bis zum Abendessen. In der Küche sorgt Chefkoch Jeffrey Quetin (als Nachfolger von Santiago Guerrero) für eine genussvolle französische Küche, die regionale und saisonale Produkte in den Mittelpunkt stellt.

Marmortresen mit eingedeckten Gläsern und Besteck im Restaurant Vendémiaire in Paris.

Zu den Vorspeisen, die man unbedingt probieren sollte, gehören die wunderbaren Eier mit Liebstöckel-Mayonnaise und geräuchertem Stör (10 €), die Austern von Charlotte (10 € für 3 Stück), die Schweinefleisch-Pastete im Teigmantel (Pâté en croûte) (24 €) oder auch das herrlich nostalgische Croque zum Teilen (steht nicht auf der Karte, muss man aber beim Chef anfragen). Als Hauptgericht haben wir die Gnocchi mit Birne und Blauschimmelkäse aus der Auvergne (32 €) sowie die Jakobsmuscheln mit Spinat und Cointreau-Espuma (45 €) getestet – ein Gericht, das ich persönlich geschmacklich etwas zu alkoholisch fand. Dazu gibt es eine sehr schöne Weinkarte, zusammengestellt von Kellermeister Thierry Guemas. Als Dessert entschieden wir uns für die Crème brûlée – ein unvergänglicher Klassiker.

Gourmet-Pâté en croûte auf einem Metalleteller, garniert mit Senfkörnern und frischen Kräutern.

Als Vorspeise probierten wir die großartigen Eier mit Mayonnaise oder auch das Goldbrassen-Tartar mit Krustentier-Mayo. Als Hauptgang waren wir mutig und wählten die gebratene Kalbsleber mit Apfelweinsauce. Sie war sehr lecker, aber ich muss gestehen, jetzt weiß ich, dass das nicht so ganz mein Fall ist. Wenigstens habe ich es probiert. Wieder wettgemacht habe ich es mit den Jakobsmuscheln von der Plancha, die fantastisch waren. Außerdem ist gerade Saison, da muss man das ausnutzen. Dazu gibt es eine sehr schöne Weinkarte, zusammengestellt von Kellermeister Thierry Guemas. Die Desserts kreiert die Chef-Patissière Asia Goncalves. Wir haben uns für die Crème brûlée entschieden, ein echter Evergreen. Und wir haben auch ihr wunderbares Törtchen mit Tulakalum-Schokolade 75 %, Haselnusspraliné und Kakaobruch probiert – ein absoluter Traum.

Marmortresen und blaue Barhocker in der Pariser Brasserie Vendémiaire.
Getestet 2024 und 2026 – Einladung

Vendémiaire

54 boulevard de la Tour-Maubourg, 75007 Paris

Preise à la carte: Vorspeisen zwischen 10 € und 16 € / Hauptgerichte zwischen 32 € und 45 € / Desserts zwischen 5 € und 16 € / Offene Weine zwischen 8,50 € und 13 €

Der Geheimtipp: von Montag bis Samstag Mittagsmenü für 31 € (Vorspeise/Hauptgericht oder Hauptgericht/Dessert) oder 35 € für ein komplettes Menü (Vorspeise, Hauptgericht, Dessert)

Link zur Website der Brasserie


Die Brasserie Mollard im Viertel des Gare Saint-Lazare existiert bereits seit dem 19. Jahrhundert. Das Dekor des Hauptsaals wurde zur Belle Époque vom Architekten Niermans im Jugendstil gestaltet und steht heute unter Denkmalschutz. Die Adresse hat zudem in Zusammenarbeit mit Kunsthandwerkern ihre Salons im hinteren Bereich im selben Stil renoviert, um dem gesamten Restaurant seinen ursprünglichen Charakter zurückzugeben.

Auf dem Teller sind Meeresfrüchte die Spezialität der Brasserie, mit einer Austernkeule am Eingang, Hummer und Fisch. Wir haben uns also entschieden, eine Meeresfrüchteplatte mit dem Lieblingsfotografen zu teilen, da wir das absolut lieben! Ich habe mich zwar ein bisschen mit den Hummerscheren abgemüht, die mir ganz schön zu schaffen machten, aber es war wirklich ein Genuss. Ich bin auch ein riesiger Fan von Krabben! Als Dessert haben wir uns zur Verdauung die norwegische Überraschungseisbombe des Hauses geteilt, was eine sehr gute Wahl war!

Innenausstattung der Pariser Brasserie Mollard mit Jugendstil-Glaskuppel und Gästen.
Meeresfrüchteplatte der Brasserie Mollard mit Hummer, Austern, Garnelen und Zitrone.
Getestet 2024 - Einladung

Brasserie Mollard

115 Rue Saint-Lazare, 75008 Paris

Preise: Fischerplatte für 1 Person 45,30 € / Meeresfrüchteplatte für 2 Personen 103 € / Omelette surprise Mollard 15,95 € / Menü à la carte mit Vorspeise + Hauptspeise + Dessert 41,30 €

Link zur Website des Restaurants


Die Brasserie Bellanger ist das erste Restaurant von Victor & Charly, zwei leidenschaftlichen Gastronomen, die seit über einem Jahr daran arbeiten, den Sektor der typischen Pariser Brasserie wiederzubeleben. Das Lokal liegt zwischen Pigalle, Barbès und Poissonnière in Paris. Der Ausgangspunkt für das Menü ist das Kochbuch von Charlys Ur-urgroßtante Marie-Louise Bellanger! Das Ergebnis ist eine einfache Speisekarte mit bodenständigen, traditionellen und wunderbar nostalgischen Rezepten!

Und als Sahnehäubchen werden die großen Klassiker der goldenen Pariser Brasserie-Ära vom Anfang des Jahrhunderts hervorgehoben und zu wirklich erschwinglichen Preisen angeboten, denn man kann an dieser Adresse gut essen, ohne mehr als 15 € auszugeben! Und das ist in Paris keine Selbstverständlichkeit! Was das Interieur angeht, wurde das Design des Lokals dem renommierten deutsch-französischen bzw. franko-londoner Büro B3 Designers anvertraut, und ich muss sagen, das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen! Man findet die Codes der traditionellen Pariser Brasserie wieder, ergänzt durch ein paar kleine Details, die dafür sorgen, dass man sich bei der Ankunft wie zu Hause fühlt.

Frau isst draußen in der Brasserie Bellanger, Paris.

In der Küche genießt man gute Produkte, die sorgfältig von einem Netzwerk aus über 50 Produzenten ausgewählt und vor Ort zubereitet werden.

Zu probieren auf dem Sonntagsmenü:

  • Als Vorspeise haben wir die Rillettes à la louche (7 €) nach Omi Bellangers Art mit Geflügel aus Burgund, Frühlingszwiebeln und grünem Sarawak-Pfeffer gewählt. Dazu gab es eine kleine Saison-Salatbeilage (5 €), damals im Sommer eben Melone.
  • Die Eggs Benedict, bestehend aus einem hausgemachten Muffin und einer doppelten Portion gegrillter Schweinebrust aus dem Bourbonnais (12 €).
  • Die traditionelle handgemachte Saucisse de Laguiole (grobe Bratwurst) mit 8 Stunden lang geschmortem Fleischjus und Kartoffelpüree mit gesalzener Fassbutter (13 €).
  • Zum Nachtisch ließen wir uns vom Sonntagscookie (7 €) verführen, der super knusprig und gleichzeitig schön weich ist, serviert mit Schoko-Haselnuss-Eis und gesalzenem Butterkaramell – ein absoluter Genuss! Wir haben auch das Tagesdessert probiert, eine Art neu interpretierte Zitronentarte.
  • Bei den Getränken hatten wir einen frisch gepressten Orangensaft (5 €) und ein Glas Weißwein (Weine im Glas zwischen 5 € und 7 €) bestellt.

Das gewisse Etwas: die kleine Terrasse entlang des Lokals für sonnige Tage (dort haben wir während unseres Sonntagsbrunchs gegessen)

Eier Benedict mit Speck und Salat auf buntem Teller in der Brasserie Bellanger.
Wurst, Kartoffelpüree und Salat auf Teller in der Brasserie Bellanger.
Grüne Fassade der Brasserie Bellanger in Paris mit Terrasse und abgestellten Fahrrädern.
Testet 2019. Vielen Dank an die Brasserie Bellanger für diese Einladung.

Brasserie Bellanger

140, rue du Faubourg Poissonnière 75010 Paris

7 Tage die Woche durchgehend von 12:00 bis 0:00 Uhr geöffnet
Brunch à la carte jeden Sonntag von 12:00 bis 15:00 Uhr
110 Sitzplätze, davon 30 auf der Terrasse

Link zur Website der Brasserie


Dieses Restaurant direkt gegenüber dem Bahnhof Gare de Lyon in Paris wurde vor Kurzem renoviert. Es trägt zwar den Namen Bistrot, erfüllt aber durchaus die Kriterien einer Pariser Brasserie mit einer großen Speisekarte und durchgehendem Service vom Morgen bis zum Abend. Im Inneren findet man eine Retro-Dekoration als Hommage an die Glanzzeiten der SNCF, mit einer schönen Sammlung historischer Plakate und hübschen schwarz-weißen Eisenbahn-Retrofotografien. In der Mitte des Raumes im Erdgeschoss führt eine breite Treppe, über der eine große Leuchte aus goldenem Messing mit großen hängenden weißen Lichtkugeln prangt, hinauf zu einem wunderschönen Saal im Obergeschoss (wo wir gegessen haben), dessen Rotunde einen weiten Blick auf den Gare de Lyon bietet.

Zum Probieren: als Vorspeise Heringsfilet mit lauwarmen Kartoffeln in Öl (7,50 €); elsässisches Sauerkraut (17,50 €); das gebratene Bistrostésteak mit geheimer Sauce und hausgemachten Pommes frites (19,50 €); frisch zubereitete Profiteroles (die kleine süße Sünde / 8 €); Fassbier (zwischen 4 € und 4,90 € für 0,25 l).

Das gewisse Etwas: die große Eckterrasse, die das Restaurant umgibt

Vanilleeis-Profiteroles mit Schokosauce auf einem weißen Teller.
Fassade des Bistrot de la Gare mit Terrasse und Gästen, Hinweisschild Paris.
Getestet im Jahr 2019. Vielen Dank an das Bistrot de la Gare für diese Einladung.

Bistrot de la Gare

1 rue de Lyon, 75012 Paris
Täglich durchgehend geöffnet von 11:30 Uhr bis Mitternacht

Link zur Website der Brasserie

_

Die Brasserie des Grandes Marches (benannt nach der großen Treppe, die zum Vorplatz der Opéra Bastille führt) wurde 1987 gegründet. Der Ort hat jedoch eine viel ältere Geschichte, die bis Mitte des 15. Jahrhunderts zurückreicht – der Zeit, in der das „Commerce de vins de la Tour d’Argent“ eröffnet wurde. Dieser Name bezog sich darauf, dass sich die ehemalige Taverne direkt gegenüber dem Schatzhausturm der Bastille befand. Die Brasserie bietet einen wunderbaren Blick auf den Place de la Bastille und gehört mit ihrer gediegenen Einrichtung und der großen gekühlten Meeresfrüchteauslage zu den unumgänglichen Adressen im Osten von Paris.

Zum Probieren im Club-Menü (die Gerichte wechseln auch je nach Saison): die 6 Austern; als Hauptgericht das Goldbrassenfilet mit Auberginenkaviar und Beurre blanc; oder die Entenkeule (Confit de canard) mit Kalbsfond und hausgemachtem Püree

Das gewisse Etwas: ihre große und ruhige Terrasse mit Blick auf den Place de la Bastille, die Julisäule und den Geniestreich!

Getestet im Jahr 2019.

Les Grandes Marches
6, place de la Bastille, Paris 12ème

7/7 Tage von 8:00 bis 1:00 Uhr nachts geöffnet

Der Geheimtipp: das All-inclusive-Club-Menü für 37 € mit Aperitif + Vorspeise + Hauptgericht + Käse + Dessert sowie Wein und Kaffee inklusive


Diese Pariser Brasserie, die letzten Sommer eröffnet wurde, befindet sich an der Avenue Kléber. Dekormäßig ist es dank provenzalischer Akzente eine einfache Fahrkarte in den Süden Frankreichs. Ich habe die Dekoration und die provenzalische Atmosphäre dieser herzlichen Adresse wirklich sehr genossen, muss aber gestehen, dass ich beim Essen etwas enttäuscht war… Ich fand, dass den Gerichten ein wenig Würze und Pfiff fehlten. Dem Carpaccio beispielsweise fehlte nach meinem Geschmack etwas Sauce. Außerdem fand ich die Preise im Verhältnis zum Niveau der Gerichte etwas zu hoch.

Da wir diese Adresse damals zur Eröffnung im letzten Sommer getestet haben, haben sich die Dinge in der Küche vielleicht verbessert. Ich müsste wohl noch einmal hin, um dieser Adresse eine zweite Chance zu geben, die ansonsten wahrlich keinen Mangel an Charme hat!

Innenausstattung einer Pariser Brasserie mit Sitzbänken, Rattantischen und Gästen.
Frau isst allein in einer Pariser Brasserie mit Wein, Salat und Hauptgericht.

Wir haben probiert: die Käseplatte zum Teilen (14 €); das Radieschenbündel (10 €); Fischgericht (24 €); Tarte Tropézienne zum Dessert (10 €); bei den Weinen eine schöne Auswahl an Offenweinen (zwischen 4,50 € und 6,70 €).

Das gewisse Etwas: die sonnige Terrasse für die schönen Tage

Stück Tarte Tropézienne mit Konditorcreme und Hagelzucker auf einem weißen Teller.
Terrasse der Brasserie Cézanne in Paris mit Gästen und grünen Markisen.
Testé en 2019. Merci à la Brasserie Cézanne pour cette invitation.

Brasserie Cézanne

45 Avenue Kléber, 75016 Paris
Durchgehend geöffnet von 9:00 bis 2:00 Uhr nachts

_

Diese Pariser Brasserie befindet sich im 16. Arrondissement von Paris, direkt gegenüber dem Modemuseum (Palais Galliera). Diese Adresse ist seit 2011 das Refugium der Familie Boyer (stämmig aus dem Aveyron). Der Ort ist in zwei Bereiche unterteilt: einen Bar- und Café-Bereich, in dem Stammgäste schon am frühen Morgen reinen Mokka-Kaffee der Maison Lavazza genießen (2019 zum besten Kaffee von Paris gewählt), und einen Restaurantbereich mit einer Brasserie-Karte für ein einfaches, aber reichhaltiges Mittag- oder Abendessen. Es gibt keine Menüs, alles ist à la carte. Darauf finden sich unter anderem einige Gerichte aus dem Buch „Recette de la cuisine du 6éme étage“, das von Nathalie George, einer Nachbarin des Galliera, verfasst wurde.

Zum Probieren: als Vorspeise das Land-und-Meer-Duo Benedikt mit Limette, ein Bio-Ei mit leicht zitroniger Sauce hollandaise und Buchweizenbrot von Cyril Lignac mit geräucherter Forelle (10,50 €); Ziegenkäse-Ravioli mit Honig (9,50 €); als Hauptgericht „La Mansarde à Venise“, Nudeln mit drei Fleischsorten (19,50 €); französisches Freilandhähnchen in Samthose (19 €); als Dessert das Tiramisu oder die Eier in Schnee (für meinen Geschmack etwas zu süß).

Das gewisse Etwas: Im Untergeschoss wurden im alten Gewölbekeller 5 gemütliche Räume mit verschiedenen Themen eingerichtet. Der Zug mit seinem Speisewagen für ein Date zu zweit, die Weinstube (Le Chai), in der edle Flaschen lagern – an der Decke eine Hängeleuchte mit Traubenmotiven – und ihr großer Tisch für Gäste, der 8 Personen Platz bietet, das Gewölbe (La Voute), das Fass (Le Tonneau) oder auch das Chalet für einen Ausflug in die Berge. Schließlich verfügt Le Galliera an sonnigen Tagen auch über eine große Terrasse.

Drei-Fleisch-Nudeln mit Parmesanspänen und knusprigen Chips in einer Brasserie.
Eggs Benedict mit Lachs und Kaviar, serviert mit Rohkostsalat.
Drei Personen stoßen in einer Pariser Brasserie an, eine Flasche Taittinger ist zu sehen.
Getestet 2022. Vielen Dank an Le Galliera für diese Einladung.

Brasserie Le Galliera

15 Avenue Pierre 1er de Serbie 75016 Paris

Geöffnet von Montag bis Freitag von 06:00 bis 01:00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 06:00 bis 20:00 Uhr


Es geht ins 19. Arrondissement, gegenüber der Cité de la Musique, um das Hotel/Restaurant Au Bœuf Couronné zu entdecken – eine Adresse für Fleischliebhaber, die die Zeiten überdauert hat. Sie stammt aus der Ära der Schlachthöfe von La Villette, die unter Napoleon III. errichtet wurden und damals ein kleiner Gasthof war. Der Ort wurde 2002 von der Familie Joulie übernommen, die ein Hotel hinzufügte, und das Restaurant wurde 2015 komplett renoviert. Auf der Speisekarte findet man natürlich Fleischspezialitäten, aber nicht nur…

Wir haben probiert: den weißen Spargel; die hausgemachte Landterrine von Geflügellebern (9,50 €), einer meiner Favoriten, ich kann sie euch nur wärmstens empfehlen; das marmorierte Entrecôte vom Rind, serviert mit Pommes frites (34 €); die mit Grand Marnier flambierten Crêpes Suzette (13 €).

Testet 2026 - Einladung

Au Bœuf Couronné

188 avenue Jean-Jaurès 75019 Paris

Preise: Vorspeisen zwischen 7,50 € und 14,80 € / Hauptgerichte zwischen 17 € und 44 € / Desserts zwischen 6,50 € und 15 €

Der Geheimtipp: Express-Menü Vorspeise + Hauptgericht oder Hauptgericht + Dessert für 27 €


Die Brasserie Coquin hat sich diesen Herbst in Ménilmontant im 20. Pariser Arrondissement niedergelassen. Das Restaurant bietet eine zeitgenössische Küche mit lateinamerikanischen Einflüssen, serviert aber auch eine große Auswahl an französischem Fleisch, das am Drehspieß – dem Herzstück des Lokals – zubereitet wird. Das ist zweifellos die große Stärke dieses Lokals, denn die auf diese Weise zubereiteten Fleischstücke sind wirklich eine positive Überraschung und besonders gelungen.

Was die Atmosphäre betrifft, so findet man hier ein gepflegtes, angesagtes Design, und das in einem komfortablen und gemütlichen Ambiente. Das Lokal besteht aus mehreren Bereichen: dem Hauptraum rund um den Drehspieß, einer kleinen Ecke mit Hängesesseln und dem etwas geheimnisvolleren, grafisch gestalteten Hinterzimmer. Wie alle Brasserien in Paris bietet auch Coquin eine durchgehend warme Küche sowie eine Weinauswahl.

Interieur der Brasserie Coquin, allein sitzende Frau vor einer Wand mit einem stilisierten Hahn als Dekoration.

Zu probieren: die hausgemachten Lasagne mit Brathähnchen (15 €); die Gerichte aus der Rotisserie wie Spare Ribs (17 € für 400 g) mit Soße und Beilage nach Wahl; das Tiramisu zum Nachtisch (7 €) oder die Panna Cotta mit schwarzem Sesam und Limette (6 €).

Das gewisse Etwas: eine Terrasse für schöne Tage

Überbackene Lasagne in einer roten Auflaufform in der Brasserie Coquin.
Gegrillte Spare Ribs mit Kartoffeln, Möhren und Zucchini auf einem weißen Teller.
Getestet 2019. Vielen Dank an die Brasserie Coquin für diese Einladung.

Brasserie Coquin

119 rue des Amandiers 75020 Paris

Durchgehend geöffnet 7/7 Tage von 07:30 bis 02:00 Uhr
Der Geheimtipp: Mittagsmenü von Montag bis Freitag von 12:00 bis 15:00 Uhr Vorspeise + Hauptgericht oder Hauptgericht +
Dessert für 16 € / Vorspeise + Hauptgericht + Dessert für 19 €


Frau isst Wurstwaren und trinkt Bier in einer Pariser Brasserie.

Entdeckt unten alle meine Restauranttests in Paris:
⇒ Meine Restauranttests in Paris
⇒ Meine Brasserien in Paris

MEINE BRASSERIEN IN PARIS
⇒ Brasserie Coquin
⇒ Bistrot de la Gare
⇒ Brasserie Cézanne
⇒ Bouillon Chartier
⇒ Polpo, die Brasserie am Wasser
⇒ Brasserie Bellanger
⇒ Brasserie de l’Isle Saint-Louis
⇒ Brasserie La Coupole


Bildnachweise: Nicolas Diolez & MelleBonPlan
Fotos sind nicht urheberrechtsfrei, die Genehmigung des Fotografen ist vor jeder Verwendung zwingend erforderlich

Das könnte dir auch gefallen

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Secret Link