Ich weiß, ich habe es schon gesagt und werde mich daher wiederholen, aber manchmal muss man gar nicht weit wegfahren, um in eine andere Welt einzutauchen. Der Vorteil des Lebens in Paris ist, dass man ganz unkompliziert die Region Île-de-France erkunden und sich in kürzester Zeit wie im Urlaub fühlen kann.
Durch mehrere meiner Artikel hast du sicher schon mitbekommen, dass ich das Département Yvelines sehr liebe, das ich seit einigen Jahren kreuz und quer durchstreife.
Diesmal habe ich meine Koffer in Saint-Germain-en-Laye gepackt – einer königlichen Stadt, die von Paris aus mit der RER A ganz einfach zu erreichen ist –, um ein friedliches, genussvolles und erholsames Wochenende zu verbringen.

Inhaltsverzeichnis
Cazaudehore La Forestière, Relais & Châteaux
Dieses geschichtsträchtige Landhaus mit echtem Familiencharakter liegt nur 20 Minuten von Paris entfernt, eingebettet in das Herz des dichten, von jahrhundertealten Eichen geprägten Staatswaldes. Es ist eine wunderschöne Oase der Ruhe, in der man sich sofort ganz weit weg vom Trubel der Hauptstadt fühlt…
Das Hotel und sein Gourmetrestaurant, historische Mitglieder der renommierten Kette Relais & Châteaux, sind ein echtes Refugium der Ruhe und des Grüns für alle, die vor den Toren von Paris Abwechslung und Natur suchen.



Zur Geschichte: Den Ort gibt es seit 1928, als Jean-Baptiste Cazaudehore gemeinsam mit seiner Frau die Erfrischungsbar des Stadions von Saint-Germain-en-Laye (das später zum Trainingszentrum von PSG wurde) eröffnete. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich die Guinguette weiter und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem renommierten charmanten Hotel.
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Unser Zimmer Nr. 10
Jedes der dreißig Zimmer und Suiten des Hauses ist völlig anders gestaltet und inszeniert eine eigene, ganz persönliche Welt und Atmosphäre.







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Der Garten und die Terrasse
In den baumbestandenen Gärten des Anwesens entdeckt man eine monumentale Skulptur der Künstlerin Béatrice Guichard, die Manets berühmtes Werk Frühstück im Grünen (Déjeuner sur l’herbe) neu interpretiert und sich im Laufe der Zeit zum künstlerischen Wahrzeichen des Ortes entwickelt hat.

Die herrliche Terrasse, die sich bei schönem Wetter von ihrer besten Seite zeigt, erinnert mit ihren Pariser Kandelabern und den sorgfältig gedeckten Tischen an den Charme von Guinguettes und dem Moulin de la Galette und lädt zu einer Auszeit fernab der Zeit ein.

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Das Gourmetrestaurant
Während unseres Aufenthalts schwang Küchenchef Grégory Balland den Kochlöffel und bot frische, saisonale Produkte an (die Leitung der Küche wurde seither vom Chefkoch Pascal Lognon-Duval übernommen).
Ich hatte bereits die Gelegenheit gehabt, dieses Restaurant während der Veranstaltung Goûts d’Yvelines zu entdecken, und war begeistert, ihre Küche im Rahmen eines Oster-Menüs „Alles Schokolade“ zu kosten – eine gewagte, subtile und sehr ausgewogene Geschmackskombination mit hervorragender Weinbegleitung.

Auf der Speisekarte dieses köstlichen Festmahls standen:
- Die Gänseleberterrine (marbré de foie gras) mit Hummer und weißer Schokolade, panierte Avocado und Chilisauce.

- Die Jakobsmuschel auf zwei Arten: als Mille-Feuille aus milder Zartbitterschokolade, in der Pfanne gebraten mit Passionsfruchtsaft, roten Karotten mit Kakao und Erbsen mit Minze.

- Die Entenbrust mit Kumquats, Sellerie mit Kaffee in einer Kakaocrêpe, Gemüsesalat mit Zitrusfruchtvinaigrette.


- Der Parmesan und der gereifte Mimolette, junge Spinatblätter mit Vintage Sherry 1997, Schalottenbrot und Schokolade im Arme-Ritter-Stil.

- Die Verkostung der Schokoladen-Grands Crus: Schokoladenmousse aus venezuelanischer Zartbitterschokolade, Halbgefrorenes mit Bahibé-Milchschokolade (Dominikanische Republik), Mousse aus weißer Ivoire-Schokolade.

Der Spartipp: von Dienstagmittag bis Freitagmittag bietet das Restaurant beim Mittag- und Abendessen 30 % Rabatt auf die Speisekarte für alle unter 30 Jahren!

Für Hotelgäste wird das Frühstück ebenfalls im Speisesaal als reichhaltiges Buffet mit frischen Produkten, Gebäck und hausgemachten Spezialitäten serviert.


Gut zu wissen: Im Hotel werden regelmäßig Jazzaudehore-Abende mit besonders sorgfältig ausgewähltem und renommiertem Musikprogramm veranstaltet.
Unverzichtbar: Das kostenlose WLAN, das im gesamten Hotel verfügbar ist (ja, ich bin ein Nerd, aber ich bin Bloggerin, also sieht man es mir nach!).
Preise: Klassische Zimmer ab 180 € bis 250 € pro Nacht je nach Saison / Kurzurlaubs-Pakete und Sonderangebote auf deren Website verfügbar / Im Restaurant: Menüs und Gerichte für Erwachsene von 39 € bis 85 € sowie Sonntagsbrunch für 55 €.

Hôtel & Restaurant Cazaudehore La Forestière (Relais & Châteaux)
1, avenue du Président John Fitzgerald Kennedy, 78100 Saint-Germain-en-Laye
Was man in Saint-Germain-en-Laye unternehmen und besichtigen kann

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Stadtführung mit dem Tourismusbüro
In Begleitung von Victoria, Guide beim Tourismusbüro Saint Germain Boucles de Seine, machten wir uns auf zu einem schönen Spaziergang durch das historische Zentrum von Saint-Germain-en-Laye, um prachtvolle historische Residenzen, das Schloss und amüsante Anekdoten aus dem Leben am königlichen Hof zu entdecken.




Praktische Infos: Das Tourismusbüro bietet das ganze Jahr über regelmäßig thematische Führungen an (Dauer ca. 1,5 bis 2 Stunden). Den vollständigen Terminkalender und Online-Buchungen findest du auf der offiziellen Website.
Interkommunales Tourismusbüro Saint Germain Boucles de Seine
22 rue du Vieil-Abreuvoir, 78100 Saint-Germain-en-Laye
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Besuch des Museums für Nationalarchäologie
Das Museum für Nationalarchäologie, das einen Schatz beherbergt, von dem ich dir nach meinem Ausflug in die Landes erzählt habe – die berühmte Dame von Brassempouy –, gehört zu meinen absoluten Lieblingsmuseen. Als Archäologin schlägt mein Herz natürlich ganz besonders für die außergewöhnlichen Sammlungen dieser Einrichtung.
Ich kann dir einen Besuch nur wärmstens empfehlen, denn dieses Museum ist vielen Bewohnern der Île-de-France aufgrund seiner (relativen) Entfernung vom Pariser Zentrum oft unbekannt (obwohl es vom RER-A-Bahnhof Saint-Germain-en-Laye in wenigen Gehminuten zu erreichen ist!).




Neben seinen bemerkenswerten Sammlungen zur Archäologie auf französischem Gebiet von der Urgeschichte über die gallorömische Zeit bis zum Mittelalter ist das Museum im prachtvollen Schloss von Saint-Germain-en-Laye untergebracht. Das Schloss war jahrhundertelang königliche Residenz und Geburtsort mehrerer Herrscher (darunter Ludwig XIV.) und wurde ab 1862 von Eugène Millet restauriert.
Der Reiz des Besuchs ist also doppelt: die Geschichte unseres Gebiets anhand einzigartiger Überreste zu verstehen (ein Thema, über das ich stundenlang sprechen könnte!) und die bemerkenswerte Architektur dieses außergewöhnlichen Denkmals zu bewundern.



Preise: 6 € regulär / 5 € ermäßigt / kostenlos am ersten Sonntag im Monat sowie für EU-Bürger unter 26 Jahren, Arbeitsuchende und Empfänger von Sozialleistungen (RSA).
Der Spartipp: Wenn du keine Zeit oder keine Lust hast, alle Sammlungen anzusehen, kannst du trotzdem durch das Schlosstor gehen, um den wunderschönen Renaissance-Innenhof und die königliche Kapelle ganz frei und kostenlos zu erkunden, ohne ein Ticket kaufen zu müssen!
Musée d’Archéologie nationale – Domaine national de Saint-Germain-en-Laye
Place Charles de Gaulle, 78100 Saint-Germain-en-Laye
Täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet (außer Dienstag)
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Ich hoffe, all das hat dir Lust gemacht, Saint-Germain-en-Laye zu entdecken oder neu zu entdecken! Wenn auch du deine eigenen Geheimtipps zum Ausgehen und Besuchen für diese charmante Stadt in der Île-de-France hast, teile sie gerne in den Kommentaren unten!
Bildnachweise: Nicolas Diolez Fotos urheberrechtlich geschützt, Genehmigung des Fotografen vor jeglicher Verwendung erforderlich






