Was kann man in Freiburg im Breisgau tun? Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps

Text von Melle Bon Plan • Fotos von Nicolas Diolez
• • 20 Min. Lesezeit
Artikel in kommerzieller Zusammenarbeit mit Visit Freiburg und Visit Süden.

Ich kannte Freiburg im Breisgau, eine Stadt in Baden-Württemberg im Südwesten von Deutschland, bereits von einem Zwischenstopp während meiner Reise in den Schwarzwald im Jahr 2019 – aber für den Lieblingsfotografen war es das erste Mal. Ende September 2026 bin ich mit ihm dorthin zurückgekehrt, und dieser Ausflug hat uns beiden unglaublich gut gefallen!

Beim letzten Mal hatte ich kein ganz so tolles Wetter, was mich jedoch nicht davon abgehalten hat, die Stadt zu schätzen, die damals schon mein Reise-Highlight war. Und diesmal hatten wir das Glück, wunderschönes Wetter zu erwischen, wie ihr auf unseren Fotos sehen könnt. In diesem Artikel möchte ich, wie gewohnt, die Besichtigungen und tollen Adressen, die wir bei diesem Aufenthalt entdeckt haben, mit euch teilen, inklusive ein paar praktischer Tipps für die Anreise nach Freiburg und die Fortbewegung vor Ort.

Das Neue Rathaus auf dem Rathausplatz in Freiburg im Breisgau.

Praktische Infos für deinen Besuch in Freiburg im Breisgau

Mit dem Zug von Paris nach Freiburg

Es gibt verschiedene Reisemöglichkeiten von Paris mit dem Zug nach Freiburg im Breisgau:

  • Auf dem Hinweg haben wir einen TGV Lyria ab dem Gare de Lyon bis Basel genommen (etwas mehr als 3 Stunden), gefolgt von einem ICE-Zug nach Freiburg (rechnet mit 35 bis 45 Minuten je nach Zug).
  • Auf dem Rückweg hingegen sind wir über die deutsche Stadt Karlsruhe mit einem ICE (ca. 1 Stunde Fahrzeit) gefahren und haben von dort aus den TGV bis zum Gare de l’Est genommen (2 Stunden 45 Minuten Fahrzeit).
  • Offenbar gibt es einen direkten TGV ab Paris Est, der allerdings unregelmäßig verkehrt: Es ist am besten, auf SNCF Connect oder auf der Website der Deutschen Bahn zum gewünschten Datum nachzusehen und andernfalls wie wir einen Umstieg in Basel, Straßburg oder Karlsruhe einzuplanen.

Unterwegs in Freiburg

Die Distanzen in Freiburg sind kurz, sodass man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Straßenbahnnetz (VAG) für etwas längere Strecken wunderbar fortbewegen kann.

Ein echter Geheimtipp: Die WelcomeKarte

Die WelcomeKarte, ein Kombiticket für 3 Tage Mobilität in Freiburg und der Region, ermöglichte uns unbegrenzten Zugang zu Bussen, Straßenbahnen und Zügen des RVF-Netzes (2. Klasse, einschließlich der VAG-Linien). Außerdem ermöglichte sie uns die Fahrt mit der Schauinslandbahn (von der ich weiter unten im Artikel noch erzähle) und den Eintritt in die 5 städtischen Museen in Freiburg. Und sie kostet gerade einmal 27 € (16 € für Kinder bis einschließlich 14 Jahre), was sie zu einem absoluten Schnäppchen macht! Ich kann sie euch wärmstens empfehlen. Sie gilt am Tag ihrer Entwertung und an den darauffolgenden zwei Tagen, deckt allerdings – Achtung – nicht die Schlossbergbahn ab.

Die Vorteile der Karte für 3 Tage:

  • Freier Eintritt in die 5 städtischen Museen von Freiburg im Breisgau
  • Unbegrenzte Fahrten mit Bus und Bahn im RVF-Netz (2. Klasse)
  • Eine Berg- und Talfahrt mit der VAG-Schauinslandbahn

WelcomeKarte

Preis im November 2026: 27 € für Erwachsene, 16 € für Kinder bis einschließlich 14 Jahre

Wo kaufen: in den Apps RVF mobil, VAG mobil oder DB Navigator, an den VAG-Schaltern sowie in der Tourist-Information

Link zur WelcomeKarte-Seite auf der RVF-Website

Was gibt es in Freiburg im Breisgau zu sehen und zu tun?

Freiburg im Breisgau wurde 1120 zwischen dem Schwarzwald und der Rheinebene gegründet. Die britischen Luftangriffe vom 27. November 1944 zerstörten die Altstadt weitgehend, doch das Münster mit seinem 116 Meter hohen Turm blieb fast unversehrt. Am besten lässt sich die Stadt zu Fuß erkunden: Seit über 50 Jahren ist das Stadtzentrum weitgehend autofrei (außer für Lieferverkehr und Taxis). Zudem verfügt die Stadt über ein rund 490 km langes Radwegenetz, sodass auch eine Erkundung mit dem Fahrrad eine tolle Option ist.

Freiburg ist außerdem eine junge Stadt mit rund 240.000 Einwohnern, darunter über 30.000 Studierende. Die 1457 gegründete Universität gehört zu den ältesten Deutschlands: Ursprünglich wurden dort vier Fächer unterrichtet, die auch heute noch gelehrt werden (Medizin, Jura, Theologie und Philosophie). Zudem beansprucht die Universität Freiburg für sich, die erste regulär eingeschriebene Studentin Deutschlands aufgenommen zu haben, da das Land Baden das Studium für Frauen im Jahr 1900 öffnete. Kleine Randnotiz: Die Stadt ist mit Besançon partnerschaftlich verbunden (wer unseren Abenteuern folgt, weiß, dass wir diese Stadt sehr mögen).

Fußgänger gehen durch eine historische Kopfsteinpflasterstraße in Freiburg, gesäumt von traditionellen Häusern und Fahrrädern.

Freiburg Tourismus & Marketing GmbH

Rathausplatz 2, 79098 Freiburg im Breisgau

Link zur Website des Freiburger Tourismusbüros

Entdecke die Bächle, die kleinen Freiburger Kanäle

Die Bächle, diese kleinen, von der Dreisam gespeisten Steinrinnen, säumen die Gassen der Altstadt. Bei meinem ersten Besuch hatte ich den Kindern zugeschaut, die dort mit kleinen Holzbooten spielten. Früher dienten diese Kanäle der Wasserversorgung, dem Handwerk und dem Brandschutz (sie werden bereits in Texten aus dem Jahr 1220 erwähnt). Heute erstrecken sie sich über insgesamt rund fünfzehn Kilometer, von denen ein Teil unterirdisch verläuft. Dass das Wasser fließt, liegt daran, dass die Stadt am Hang gebaut ist: Es wird also durch die Schwerkraft transportiert.

Bei unserem Aufenthalt im Jahr 2026 stießen wir jedoch auf trockene Bächle. Das Wasser wird nämlich einmal im Jahr für Wartungsarbeiten abgestellt, und in diesem Jahr war die Abschaltung auf den 28. August vorgezogen worden: Die Dreisam führte nach der besonders starken Sommerdürre 2026 extrem wenig Wasser. Eine kleine, amüsante Anekdote zu diesen Rinnen: Man sagt, wer versehentlich in ein Bächle tritt, wird eine Freiburgerin oder einen Freiburger heiraten (ich bin nicht hineingetreten, der Lieblingsfotograf ist also beruhigt…).

Den Schlossberg besteigen und dort spazieren gehen

Der über der Altstadt von Freiburg im Breisgau thronende Schlossberg ist ein bewaldeter Hügel, den man nicht verpassen sollte und der ein außergewöhnliches Panorama über die Dächer der Stadt, das Münster und die Rheinebene bis hin zu den Vogesen bietet.

Um auf den Schlossberg zu gelangen, kann man die Standseilbahn (Schlossbergbahn) am Stadtgarten nehmen (Achtung, sie ist nicht in der WelcomeKarte enthalten). Wer mutig ist, kann auch zu Fuß über die Salzbüchsletreppe (251 Stufen) ab dem Kanonenplatz oder über Wanderwege durch die Vegetation nach oben wandern. Man kann auch mit der Bahn hinauffahren und zu Fuß hinabsteigen, so wie wir es gemacht haben. Auf dem Gelände befinden sich die historischen Überreste ehemaliger Befestigungsanlagen sowie beliebte Terrassen wie der Kanonenplatz.

Schlossberg

Abfahrt der Standseilbahn (Schlossbergbahn): am Stadtgarten, nicht in der WelcomeKarte enthalten

Zu Fuß: vom Kanonenplatz über die Salzbüchsletreppe (251 Stufen) bis zum Turm

Hinauf auf die Spitze des Schlossbergturms: Schlossbergturm

Für Liebhaber noch höherer Aussichtspunkte empfehle ich den Besuch des Schlossberg-Aussichtsturms (Schlossbergturm) mit seinen markanten Stahlpfeilern und der freihängenden Treppe. Er ragt 35 Meter hoch über die Baumwipfel hinaus und bietet ein spektakuläres 360-Grad-Panorama über die gesamte Region. Man blickt auf das Dreisamtal, den Kaiserstuhl und die Rheinebene. Seid jedoch gewarnt: Wenn ihr unter Höhenangst leidet, ist die Aussicht ganz oben auf der Plattform ziemlich schwindelerregend.

Der Entwurf stammt von Architekt Josef Diel, erbaut wurde der Turm im Jahr 2002 in der Nähe der Überreste eines alten Wehrturms («Salzbüchsle»). Seine Metallstruktur ruhte ursprünglich auf fünf massiven Douglasienstämmen aus dem Orkan Lothar von 1999, die inzwischen durch Stahlrohre ersetzt wurden, um seine Beständigkeit zu sichern.

Gaëlle auf der Plattform des Schlossbergturms, mit Blick auf die Hügel und die Stadt.

Schlossbergturm

Mitte, 79104 Freiburg im Breisgau

Freier und kostenloser Zugang

Den Sonnenuntergang vom Kanonenplatz aus bewundern

Kleiner Tipp: Unser Stadtführer bei unserer Markttour, von der ich euch weiter unten erzähle, empfahl uns, am späten Nachmittag zum Schlossberg zu gehen, um das wunderschöne Licht und den Sonnenuntergang über der Stadt zu genießen. Das war eine großartige Idee und der Lieblingsfotograf nutzte die Gelegenheit für ein paar tolle Aufnahmen der Stadt! Der Kanonenplatz ist der ideale Spot, um gleichzeitig eine herrliche Aussicht auf die Stadt und das schöne Licht des späten Tages zu haben.

Spaziergänger auf einer Bank an einem Schlossberg-Aussichtspunkt mit Blick auf die Münsterspitze am späten Nachmittag.

Das Augustinermuseum besuchen

Wir haben uns sofort in dieses wunderschöne Museum im ehemaligen Augustinerkloster verliebt! Es ist das wichtigste Kunstmuseum der Stadt und eine der bedeutendsten Kultureinrichtungen in der Region des Oberrheins. Die Architektur verbindet das historische Erbe des Ortes mit moderneren Elementen. Die Museumsgestaltung wirkt sehr zeitgemäß und modern, da das Museum im Jahr 2026 eine über 20-jährige Renovierungsphase abgeschlossen hat. Es ist wirklich gelungen und das Haus beherbergt fantastische Sammlungen.

Im großen Raum des Kirchenschiffs mit seinen 12 Meter hohen Wänden trifft man auf die Propheten und Wasserspeier des Freiburger Münsters. Es handelt sich dabei um die Originale, die zum Schutz vor Witterungseinflüssen ins Innere geholt und am Münster durch Kopien ersetzt wurden. Ähnlich verhält es sich mit einem Großteil der mittelalterlichen Glasfenster, die in den Sälen des Museums ausgestellt sind.

Ein Teil des Museums ist der Stadtgeschichte gewidmet und eignet sich perfekt für eine erste Erkundung von Freiburg. Im westlichen Teil des Museums erstrecken sich zwei Etagen über Glasmalerei vom 13. bis zum 16. Jahrhundert sowie Werke aus dem 19. Jahrhundert. Die Schatzkammern bewahren wertvolle Kunstwerke aus Kirchen und Klöstern, darunter sakrale Gefäße, Wandteppiche, Reliquiare, Stoffe und liturgische Handschriften. Einige dieser Stücke werden heute noch bei Gottesdiensten im Freiburger Münster verwendet.

Schließlich kannst du auch im Café Kien eine Pause einlegen, das sich am charmanten Kreuzgang im Herzen des Museums befindet. Wir hatten leider keine Zeit, dort länger zu verweilen, aber der Ort ist traumhaft und macht sofort Lust darauf, sich für einen Kaffee oder eine Kleinigkeit niederzulassen.

Ein goldener Altar mit Statuen, ausgestellt im Augustinermuseum in Freiburg im Breisgau.
Das Kirchenschiff des Augustinermuseums, gesäumt von großen Sandsteinstatuen auf Sockeln, mit einigen Besuchern.

Augustinermuseum

Augustinerplatz, 79098 Freiburg im Breisgau

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr (freitags bis 19:00 Uhr), montags geschlossen

Eintrittspreis: 12 € regulär, 8 € ermäßigt, kostenlos bis einschließlich 26 Jahre und mit der WelcomeKarte

Link zur Seite des Augustinermuseums auf der Website der Museen Freiburg

Das Freiburger Münster besuchen

Diese imposante Kathedrale besitzt einen 116 Meter hohen Turm, der früher als „der schönste Turm der Christenheit“ bezeichnet wurde. Zwischen 1200 und 1513 erbaut, ist sie eine der wenigen großen deutschen Gotikkirchen, die nach Fertigstellung kaum zerstört oder umgebaut wurden. Ich empfehle dir außerdem, den Turm zu besteigen (Eingang an der Südseite), um einen atemberaubenden Blick über die Stadt zu genießen! Wir haben es 2026 zwar nicht gemacht, aber ich war 2019 schon einmal oben.

Das Freiburger Münster, gesehen vom Platz aus.

Freiburger Münster

Besuch der Kathedrale: freier und kostenloser Zugang zu den Öffnungszeiten

Besuch des Kirchturms: 5 € pro Erwachsener (Stand: November 2026). Geöffnet montags, dienstags sowie donnerstags bis samstags von 11:00 bis 16:00 Uhr, sonntags und an Feiertagen von 13:00 bis 17:00 Uhr. Mittwochs geschlossen; obere Aussichtsgalerie im Winter geschlossen

Eine kulinarische Führung über den Münstermarkt machen

Wir haben das Münstermarkt-Erlebnis, ein absolutes Muss der Stadt, bei einer kulinarischen Stadtführung mit Julia Senn von Freiburger Leben entdeckt. Während wir Käse, Gebäck und regionale Produkte probierten, erzählte sie uns von den Erzeugern aus der Region und deren Engagement für Nachhaltigkeit. Der Markt findet direkt auf dem Münsterplatz statt, je nach Saison mit unterschiedlich vielen Ständen (bis zu 130 Stände maximal).

Auf der Nordseite findet man Landwirte und Erzeuger aus der Region, während die Südseite eher einem internationalen Markt gleicht. Die Küche von Freiburg und Umgebung verbindet Einflüsse der Nachbarregionen (insbesondere des Elsass). Ein kleiner Tipp unserer Reiseführerin: Am besten früh kommen, besonders samstags, da es sonst sehr voll wird und man Gefahr läuft, nicht mehr alle Spezialitäten zu probieren, die bei einigen Ständen schnell vergriffen sein können.

Die Stände des Münstermarkts und Passanten am Fuß des Münsters.

Meine Empfehlungen für Stände, die du nicht verpassen solltest:

  • Eine Lange Rote auf dem Markt essen, das berühmte Wurstbrötchen! Wir waren bei Sahle-Metzger, aber es gibt noch diverse andere Stände (ich hatte bei meiner ersten Visite 2019 im Rahmen einer Food-Tour schon mal eine probiert).
  • Was das Süße angeht, solltest du den Käsekuchen von Stefan (Stefans Käsekuchen) probieren, der seit 2002 auf dem Markt vertreten ist: Komm lieber rechtzeitig, wenn du etwas abbekommen möchtest, denn die Kuchen sind schnell vergriffen!
  • Wenn gerade Saison ist, trinke ein Glas Neuen Süßen (ein junger Wein, dessen Gärung gerade erst begonnen hat und der daher wenig Alkohol enthält).

Münstermarkt

Ort: Münsterplatz, auf dem Platz vor der Kathedrale

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7:30 bis 13:30 Uhr, Samstag von 7:30 bis 14:00 Uhr, sonntags geschlossen

Preise für die kulinarische Führung von Freiburger Leben im November 2026: ab 38 € pro Person, zuzüglich Buchungsgebühren. Die Standardtour dauert ca. 2 Stunden und findet auf Deutsch statt

Link zur Website von Freiburger Leben

Entlang der Dreisam und durch das Wiehre-Viertel schlendern

Entlang der Dreisam kann man unten am Mariensteg (einer Fußgängerbrücke aus dem Jahr 1900, die ins Wiehre-Viertel führt) wunderbar die Füße ins Wasser hängen. Das ist eine bei den Freiburgern sehr beliebte Aktivität, und ich habe mich dieser sehr angenehmen Tradition ebenfalls angeschlossen, vor allem bei dem tollen Wetter, das wir hatten.

Auf der anderen Seite der Brücke gelangt man in den Stadtteil Wiehre, der eine Atmosphäre im Jugendstil verströmt. Es ist ein schönes, recht ruhiges Wohnviertel, in dem es sich gut leben lässt. Wenn du dort vorbeikommst, empfehle ich dir einen Stopp in der Pâtisserie Förster Max (Dreikönigstraße 46). Wir sind daran vorbeigegangen (leider ohne es zu testen), aber die Schlange aus Einheimischen vor dem Laden lässt auf eine hochwertige Adresse schließen.

Den Zieleinlauf des Radrennens miterleben: La Reine

Während unseres Aufenthalts konnten wir auf dem Münsterplatz einen Teil des Zieleinlaufs von La Reine miterleben, einem Straßenrad-Marathon für Frauen, der auf 500 Teilnehmerinnen begrenzt ist.

Ein Ausflug auf den Schauinsland

Für einen Ausflug ins Grüne für einen Tag oder einen halben Tag empfehle ich dir, auf den Gipfel des Schauinslands zu fahren, einen der Hauptgipfel des südlichen Schwarzwalds, der sich auf 1.284 Höhenmeter erhebt. Oben ist die Luft klar und bei klarem Wetter reicht der Blick bis zu den Alpen, mit einem fantastischen Panorama über die Region.

Der Schauinsland ist von der Innenstadt aus sehr leicht zu erreichen: Man nimmt die Tram 2 bis zur Endhaltestelle Günterstal und anschließend den Bus 21 zur Talstation der Seilbahn (Schauinslandbahn). Man muss etwa eine Stunde Fahrzeit einplanen, plus 20 Minuten Fahrt mit der Seilbahn nach oben. Mit der bereits erwähnten WelcomeKarte ist alles inklusive – sowohl die öffentlichen Verkehrsmittel als auch die Seilbahn. Wenn du am Wochenende dorthin fährst, ist allerdings recht viel los, was bedeutet, dass es zu Wartezeiten beim Aussteigen aus dem Bus, beim Ticketkauf und schließlich beim Einstieg in die Gondeln kommt.

Man steigt dann in Kabinen für 7 Personen ein, in der längsten Umlaufseilbahn Deutschlands (3,6 km). Die Schauinslandbahn ist ein echtes historisches Denkmal und eine technische Meisterleistung sowie die älteste Seilbahn dieser Art in Deutschland. Sie wurde 1930 eröffnet und war damals weltweit die erste ihrer Art zur Personenbeförderung. Die Fahrt nach oben ist traumhaft, mit einer wunderbaren Aussicht auf die Umgebung, und die Kabine ist stabil genug für Personen, die etwas Höhenangst haben.

Schauinslandbahn

Anreise: Tram 2 bis zur Endhaltestelle Günterstal, dann Bus 21 zur Talstation der Seilbahn

Öffnungszeiten: täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr (während der Sommerferien in Baden-Württemberg von 9:00 bis 18:00 Uhr), die letzte Gondel fährt zur Schließzeit ab. Für eine Hin- und Rückfahrt sollte man spätestens 30 Minuten vor Schließung starten

Preise im November 2026: 15 € für die Hin- und Rückfahrt und 12 € für die einfache Fahrt für Erwachsene, kostenlos mit der WelcomeKarte

Hinweis: Die Seilbahn und das Restaurant sind wegen der Herbstrevision vom 16. November bis zum 4. Dezember 2026 geschlossen

Link zur offiziellen Website der Schauinslandbahn

Auf die Aussichtsplattform steigen: Schauinslandturm

Um den eigentlichen Gipfel des Schauinslands zu erreichen, muss man zum Schauinslandturm (auch Eugen-Keidel-Turm genannt) gehen. Erbaut, um die Höhe der Baumwipfel zu überragen, ruht dieser architektonisch bemerkenswerte Turm auf massiven Douglasien-Holzpfeilern direkt aus den Freiburger Wäldern. Der Aufstieg erfolgt über eine breite, freischwebende Wendeltreppe mit 85 Stufen (wodurch der Zugang rein fußläufig ist). Oben auf der überdachten Aussichtsplattform angekommen, wird unsere Mühe mit einem völlig freien 360°-Panorama belohnt, das eine wunderschöne Sicht auf den Schwarzwald, die Rheinebene, die Vogesen und die Alpen bietet.

Schauinslandturm

Freier und kostenloser Zugang

Eine Wanderung auf dem Schauinslandgipfel unternehmen

Auf dem Gipfel des Schauinslands schlängeln sich zahlreiche Wanderwege (mehr oder weniger gut ausgeschildert) durch die Hochweiden und Wälder des Schwarzwalds und bieten sowohl für jedermann zugängliche Spaziergänge als auch anspruchsvollere Touren. Entlang der Wege hält der Ausflug amüsante Begegnungen mit den Bergziegen bereit, die frei auf den Gipfelweiden grasen. Sie wurden eingeführt, um die Landschaft auf natürliche Weise zu pflegen und zu verhindern, dass der Wald die Gipfel überwuchert. Diese Ziegen tragen zum Charme des Ortes bei, und der Lieblingsfotograf konnte es sich natürlich nicht nehmen lassen, sie zu fotografieren.

Ein Wanderweg verläuft entlang einer Weide auf dem Schauinsland, mit Hügeln im Hintergrund.

Wo kann man auf dem Schauinsland zu Mittag essen? Die Bergstation

Oben auf dem Schauinsland haben wir unsere genussvolle Mittagspause im Café-Restaurant Die Bergstation eingelegt, das direkt neben der Seilbahn liegt. Das Restaurant verfügt über eine schöne Terrasse mit Blick auf den Schwarzwald. Wir hatten ein Schnitzel mit Soße und ein vegetarisches Hummus-Gericht, dazu ein kleines Weißbier und ein Glas Spätburgunder von Kaltenbach. Gut zu wissen: Die Plätze auf der Terrasse können nicht reserviert werden – wer also die Aussicht genießen möchte, sollte nicht zu spät kommen.

Die Bergstation

Schauinslandstraße 390, 79254 Oberried, an der Bergstation der Seilbahn

Gut zu wissen: Während der Herbstrevision vom 16. November bis zum 4. Dezember 2026 geschlossen

Link zur offiziellen Website von Die Bergstation

Meine Food-Geheimtipps in Freiburg im Breisgau

Wo man Kaffee trinken kann: Origin Coffee Stories

Am Tag unserer Ankunft haben wir eine genussvolle Kaffeepause bei Origin Coffee Stories eingelegt, einem Specialty-Coffee-Café in der Schusterstraße im Herzen der Altstadt. Auch wenn die Bächle zu diesem Zeitpunkt trocken waren, haben wir unseren Kaffee trotzdem auf der Terrasse über einem dieser kleinen Kanäle genossen, ganz wie die Einheimischen! Ein einfacher Moment, der jedoch zu unseren schönsten Erinnerungen an die Stadt gehört – ganz abgesehen davon, dass der handwerklich geröstete Kaffee wirklich sehr gut war.

Die Schusterstraße in Freiburg und die Fassade von Origin Coffee Stories mit Gästen, die am trockenen Bächle sitzen.

Origin Coffee Stories

Origin Coffee Stories, Schusterstraße 34, 79098 Freiburg im Breisgau

Eine badische Weinverkostung in der Alten Wache machen

Ich hatte bereits bei einer Food-Tour während meines ersten Besuchs im Jahr 2019 Weine in der Alten Wache probiert, und dieses Mal sind wir für eine kommentierte Weinprobe mit Weinen aus der Region dorthin zurückgekehrt. Das Lokal befindet sich in der ehemaligen Hauptwache der Stadt aus der Zeit, als Freiburg zu Österreich gehörte: Unten ist eher die Bar, und oben werden die Weine verkostet – inklusive spannender Erklärungen.

Wir haben verschiedene regionale Weine aus dem Badischen Weinanbaugebiet probiert, angefangen bei zwei Weinen mit Gutedel, der lokalen Rebsorte: der erste unkompliziert zu trinken, der zweite komplexer. Danach ging es weiter mit Grauburgunder als Weißwein und Spätburgunder als Rotwein. Diese Weinprobe war wirklich eine tolle Gelegenheit, ganz hervorragende Erzeugnisse und deutsche Weine zu entdecken, die wir bis dahin eigentlich kaum kannten!

Der Ort dient gleichzeitig als Schaufenster für Weine aus der Region Baden, und das Haus stellt auch eigene Weine her, die man in der Vinothek kaufen kann. Eine weitere Spezialität, die hier erfunden wurde und die man bei einem Besuch der Alten Wache unbedingt probieren muss, ist ihre Kalte Sofie (eine Variante mit Rotwein und eine mit lieblichem Weißwein) – ein leicht alkoholisches, gefrorenes Weinmischgetränk (eine Art Frozen Wine). Das ist super lecker und an heißen Sommertagen extrem erfrischend.

Die Alte Wache, das Haus der badischen Weine, auf dem Freiburger Münsterplatz mit ihrer Terrasse unter roten Sonnenschirmen.

Alte Wache

Alte Wache, Münsterplatz 38, 79098 Freiburg im Breisgau

Gut zu wissen: Weinbar und Vinothek (Flaschenverkauf) montags bis samstags geöffnet, kommentierte Weinprobe nach vorheriger Anmeldung

Achtung: Alkoholmissbrauch ist gesundheitsschädlich. In Maßen genießen!

Link zur offiziellen Website der Alten Wache

Wo man auf die Schnelle zu Mittag essen kann: Die Markthalle

In der Grünwälderstraße gelegen, beherbergt diese Markthalle, die ein wenig wie ein Food Court anmutet, zahlreiche Gastronomiestände mit Speisen aller Art (deutsch, indisch, brasilianisch, vegetarisch, italienisch…) und ist der ideale Ort für ein schnelles Mittagessen.

Man findet dort verschiedene Stände mit lokaler und internationaler Küche (insgesamt 19). Wir haben uns dafür entschieden, zwei verschiedene Stände auszuprobieren: eine Spätzle-Bar und einen indischen Stand, an dem wir ein vegetarisches Gericht geholt haben. Danach haben wir uns mit dem Lieblingsfotografen an einem der Tische in der Markthalle niedergelassen, um unsere Entdeckungen und Teller zu teilen.

Markthalle

Grünwälderstraße 4 und Kaiser-Joseph-Straße 237, 79098 Freiburg im Breisgau

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 20:00 Uhr, Freitag und Samstag von 8:00 bis Mitternacht, sonntags und an Feiertagen geschlossen

Link zur offiziellen Website der Markthalle

Wo man gehoben dinieren kann: Restaurant Hawara

Wir hatten das Glück, ein Sternedinner im Hawara zu erleben, einer angesagten und ökologisch verantwortungsbewussten Adresse, an der ein junges, sympathisches und unkompliziertes Team eine nachhaltige Sterneküche serviert. Gegründet von Nicolai Heuer und Yannik Spielmann, leitet sich der Name des Lokals vom Wiener Wort „Hawara“ (bedeutet „guter Freund“) ab und spiegelt eine Geselligkeit wider, die mit den Konventionen der gehobenen Gastronomie bricht. Das Restaurant befindet sich im Stadtteil Wiehre, von dem ich dir weiter oben im Artikel bereits erzählt habe.

Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Lokal treibt den Nachhaltigkeitsgedanken so weit, dass es im benachbarten Stadtteil Sankt Georgen einen eigenen Bio-Gemüsegarten betreibt. Von Donnerstag- bis Samstagabend gibt es ein festes Degustationsmenü (wahlweise omnivor oder vegetarisch), bei dem regionale und saisonale Produkte im Vordergrund stehen. Mittwochs bietet das Restaurant eine Bistro-Karte. Das Engagement zeigt sich auch im Glas mit einer Auswahl an Naturweinen sowie hausgemachten, alkoholfrei fermentierten Kreationen. Freiburg im Breisgau etabliert sich übrigens als wahre Genusshauptstadt mit nicht weniger als 5 mit Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants im Jahr 2026, was sich sehen lassen kann!

Der Gastraum des Hawara mit seiner weiß gefliesten Theke und Gaëlle am Tisch am Fenster.

Restaurant Hawara

Hawara, Dreikönigstraße 8, 79102 Freiburg im Breisgau

Preise im November 2026: Degustationsmenü von Donnerstag- bis Samstagabend 130 € pro Person (omnivor oder vegetarisch); mittwochs Bistro-Karte

Öffnungszeiten: mittwochs ab 18:00 Uhr und donnerstags bis samstags ab 18:30 Uhr, sonntags bis dienstags geschlossen

Link zur offiziellen Website des Restaurants Hawara

Wo man auf einem Rooftop zu Abend essen kann: Café Hermann

Das Café Hermann, direkt neben dem Bahnhof gelegen, verfügt über eine sehr schöne Rooftop-Terrasse mit Blick auf das Konzerthaus und den Stühlinger Kirchplatz. Als Vorspeise haben wir eine im Ofen geröstete Ochsenherztomate mit Burrata geteilt, danach gab es einen elsässischen Flammkuchen mit Speck aus dem Schwarzwald (natürlich) und Bergkäse sowie ein Chimichurri-Hähnchen.

Die Terrasse des Café Hermann bei Nacht unter Sonnensegeln mit Kerzen auf den Tischen.

Café Hermann

Café Hermann, Wentzingerstraße 15, 79106 Freiburg im Breisgau

Preise im November 2026: Tomate mit Burrata 11,90 €, elsässischer Flammkuchen 14,90 €, Chimichurri-Hähnchen 21,90 €

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9:00 bis Mitternacht, Freitag und Samstag von 9:00 bis 1:00 Uhr, Sonntag von 10:00 bis 22:00 Uhr (das Rooftop öffnet bei schönem Wetter)

Link zur offiziellen Website des Café Hermann

Wo man bei einem Aufenthalt in Freiburg im Breisgau übernachten kann

Ein Hotel in Freiburg? Designhotel am Stadtgarten

Für unseren Aufenthalt im Jahr 2026 haben wir unsere Koffer im Designhotel am Stadtgarten ausgepackt, einem modernen und farbenfrohen 4-Sterne-Boutique-Hotel. Es liegt ideal am Rande des Stadtgartens, dem großen Park, von dem aus die Bergbahn auf die Höhen des Schlossbergs startet. Unser Zimmer ging nach hinten hinaus und war daher besonders ruhig, was ich sehr genossen habe.

Die Adresse liegt zudem nur wenige Gehminuten vom historischen Stadtkern entfernt. Ein besonderes Lob verdient das Frühstücksbuffet, das zahlreiche lokale Produkte aus Baden-Württemberg bot – von handgemachtem Brot über Bio-Optionen bis hin zu pflanzlichen Alternativen. Eine tolle Adresse, um unweit des Stadtzentrums zu übernachten: modern, entspannend und strategisch günstig, um Freiburg im Breisgau ganz ohne Auto zu erkunden!

Designhotel am Stadtgarten

Designhotel am Stadtgarten, Karlstraße 12, 79104 Freiburg im Breisgau

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Vielen Dank an Visit Freiburg, Visit Süden und Article Onze für die Organisation dieses Aufenthalts.

Gaëlle überquert einen Platz in der Altstadt von Freiburg im Breisgau.

Das war unser Ausflug nach Freiburg im Breisgau! Wenn du Lust auf die Region hast, schau dir auch unsere Artikel über den Schwarzwald, Mülhausen, die Dreiländer-Radrunde und die elsässische Weinstraße an, und lass mich gerne in den Kommentaren wissen, welches deine Lieblingsorte in Freiburg sind!

Bildnachweise: Nicolas Diolez
Fotos urheberrechtlich geschützt, Genehmigung des Fotografen vor jeglicher Verwendung erforderlich

Schlagwörter: DeutschlandReise
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